Ein Gremium des Neunten Bezirksgerichts hat am Donnerstag Versuche von Kalshi und Polymarket zurückgewiesen, staatliche, mit Glücksspiel zusammenhängende Verfahren gegen sie in Nevada und Washington zu blockieren. Das Berufungsgericht lehnte die Anträge der Unternehmen ab, Streitigkeiten vom Staat- ins Bundesgericht zu verlagern, und entschied, dass die bundesweite Aufsicht über Derivate nicht automatisch dazu führt, dass Plattformen für Vorhersagemärkte von der Durchsetzung des Glücksspielrechts auf Bundesstaatsebene ausgenommen sind.
Die Richter erklärten, dass eine Verdrängungsabwandlung (Preemption) nach dem Commodity Exchange Act nicht allein die Zuständigkeit des Bundesgerichts in Bundesfragen (federal question jurisdiction) begründen könne. Das Urteil bedeutet, dass die Verfahren weiterhin vor Gericht auf Ebene der Bundesstaaten geführt werden, wo Glücksspielregulierer unlizenzierte Glücksspielansprüche nach lokalen Glücksspielgesetzen statt nach dem Recht für Derivate verfolgen können.