Michelo Robotics, ein südkoreanisches Unternehmen für physische Robotik auf Basis von KI, bereitet sich darauf vor, nach Japan und später in die Vereinigten Staaten zu expandieren. Dort sollen KI-Systeme eingesetzt werden, die für Aufgaben der Oberflächenbehandlung in Fabriken entwickelt wurden, etwa zum Lackieren, Schleifen und Polieren, wie die The Chosun Daily berichtet. Die Software des Unternehmens lernt die Bewegungen erfahrener Fachkräfte und nutzt Sensorsysteme für die Bildverarbeitung, um verschiedene Roboterarme bei Prozessen anzuleiten, die weiterhin stark von manueller Arbeit abhängen. CEO Park Jang-jun treibt die Expansionspläne voran.
Geschäftsergebnis und Wachstumsziele
Michelo Robotics erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Won (844.000 US-Dollar) und strebt für dieses Jahr einen Umsatz von mehr als 3 Milliarden Won (2,01 Millionen US-Dollar) an.
Technologie und Ansatz
Die zentrale Philosophie des Unternehmens steht unter dem Motto „Bringing Human Sense to Robot Intelligence“ („Den menschlichen Sinn in die Robotik-Intelligenz bringen“) und spiegelt die Mission wider, das Urteilsvermögen qualifizierter Arbeitskräfte in automatisierten Prozessen zu bewahren. Statt den menschlichen Beitrag zu eliminieren, positioniert Michelo seine Roboter als Werkzeuge, die von erfahrenen Handwerkern lernen und mit ihnen zusammenarbeiten. Das Unternehmen beschreibt seinen Ansatz als „Human-Robot Harmony“, bei dem Maschinen gemeinsam mit Menschen wachsen, statt sie zu ersetzen.
Michelo erfasst mit seiner Technologie das, was das Unternehmen als „implizites physisches Wissen“ bezeichnet – die praktische Expertise, die erfahrene Fachkräfte anwenden, die sich aber möglicherweise nicht Schritt für Schritt erklären lässt. Dieser Fokus auf die Replikation manueller Fertigkeiten unterscheidet sich von breiteren Trends in der Robotikbranche.
Wettbewerbspositionierung in der Robotik
Während sich Michelo darauf konzentriert, physische Fähigkeiten und die Bewegungen von Arbeitskräften zu erfassen, verfolgt ein Großteil des Robotikfelds Ansätze, die auf sprachbasiertem Schlussfolgern beruhen. Andere Robotikteams integrieren große Sprachmodelle, um Robotern zu ermöglichen, allgemeine Anweisungen zu interpretieren und autonomes Schlussfolgern auszuführen – statt menschliche Bewegungsmuster nur nachzuahmen. Das positioniert Michelo in einer zwar engeren, aber spezialisierten Nische innerhalb des sich schnell weiterentwickelnden Felds der KI-Robotik.