Morningstar-Analysten bewerteten SpaceX mit 780 Milliarden US-Dollar – weniger als die Hälfte der 1,75 Billionen US-Dollar Bewertung, auf die das von Elon Musk geführte Unternehmen Berichten zufolge für seinen geplanten Börsengang zielt. Die Schätzung liefert eine skeptische Gegenposition vor der erwarteten IPO-Roadshow von SpaceX: Morningstar argumentiert, dass die vorgeschlagene Bewertung nur begrenzten Spielraum für Ausführungsrisiken lässt. Die Lücke zwischen Morningstars Einschätzung und dem berichteten Ziel von SpaceX ist zu einem zentralen Punkt in den frühen Preisdiskussionen geworden – zumal SpaceX zuletzt mit 1,53 Billionen US-Dollar auf der Sekundärhandelsplattform Forge Global bewertet wurde, also bereits deutlich über Morningstars Sicht auf den fairen Wert hinaus.
Morningstar Fragen nach den AI-Geschäftsökonomien von SpaceX
Morningstar äußerte konkrete Zweifel am Geschäft von SpaceX mit künstlicher Intelligenz, das xAI und die Social-Media-Plattform X umfasst. Das Forschungsunternehmen sagte, die Wirtschaftlichkeit des KI-Segments sei weiterhin unklar, während der Wettbewerb mit OpenAI und Anthropic die Sicht auf künftige Renditen begrenze. „Wir sehen Grok heute nicht als eines der führenden KI-Labs“, sagte Morningstar-Aktienanalyst Nicolas Owens und bezog sich dabei auf den Chatbot, der von xAI entwickelt wurde. Owens verwies außerdem auf noch nicht getestete Technologien wie orbitale Rechenzentren und warnte, dass das künftige Versprechen des KI-Segments auf Ideen beruhe, die noch nicht in kommerziellem Maßstab bewiesen wurden. Diese Bedenken ordnen SpaceX in eine andere Kategorie ein als etablierte börsennotierte Technologiekonzerne mit ausgereiften KI-Umsatzlinien.
Starlink steht vor technologischen und operativen Hürden
Starlink bleibt eines der wichtigsten Geschäfte von SpaceX, weil es dem Unternehmen eine wiederkehrende Umsatzgeschichte jenseits von Raketenstarts bietet. Morningstar machte technische Hürden bei Starlink aus, darunter einige, die möglicherweise außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen. Satelliten-Breitband hängt von Spektrumszugang, Netzwerkdichte, Terminal-Ökonomik, Startfrequenz, Orbital-Kapazität, behördlichen Genehmigungen und dem Wettbewerbsdruck durch terrestrische sowie satellitengestützte Rivalen ab. Morningstars Warnung deutet darauf hin, dass das Satelliten-Breitbandgeschäft möglicherweise nicht genug Risiko aus dem Investment-Case entfernt. Stattdessen könnte es eine weitere Ebene von Ausführungsdruck hinzufügen, weil Starlink sowohl operatives Wachstum als auch finanziellen Nachweis in einem Maßstab liefern muss, der zur Bewertung passt.
Underwriter könnten trotz Bewertungsbedenken den kurzfristigen Handel stützen
Morningstar sagte, SpaceX-Aktien könnten kurzfristig dennoch steigen – wegen einer geringen Streubesitzmenge (low float) und der Stärke der Investmentbanken, die das Angebot unter schreiben. Goldman Sachs, Morgan Stanley, BofA Securities, Citigroup und J.P. Morgan gehören zu den Underwritern für den Verkauf der Aktien. Eine begrenzte Streubesitzmenge kann den frühen Handel stützen, indem sie das Angebot verknappt – insbesondere, wenn die Nachfrage von Institutionen und Privatanlegern hoch ist. Owens sagte, Anleger könnten nach dem IPO bessere Einstiegspunkte bekommen. „Wir glauben, dass das Unternehmen deutlich überbewertet ist und Anleger nach dem IPO die Möglichkeit haben, die Aktie zu attraktiveren Kursen zu kaufen“, sagte er. Er ergänzte, dass langfristig orientierte Investoren, die an der Zukunft von SpaceX interessiert sind, später „mit einer größeren Sicherheitsmarge“ teilnehmen könnten, als sie das anfängliche Angebot voraussichtlich bietet.
FAQ
Welche Bewertung hat Morningstar SpaceX zugeordnet?
Morningstar-Analysten bewerteten SpaceX mit 780 Milliarden US-Dollar – weniger als die Hälfte der 1,75 Billionen US-Dollar Bewertung, auf die das Unternehmen Berichten zufolge für seinen geplanten Börsengang anpeilt.
Warum stellt Morningstar das AI-Geschäft von SpaceX infrage?
Morningstar äußerte Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Segments für künstliche Intelligenz von SpaceX, das xAI und die Plattform X umfasst. Analyst Nicolas Owens erklärte, dass der Wettbewerb mit OpenAI und Anthropic die Sicht auf künftige Renditen begrenze, und verwies auf noch nicht getestete Technologien wie orbitale Rechenzentren, die noch nicht in kommerziellem Maßstab bewiesen wurden.
Welche Investmentbanken übernehmen den SpaceX-IPO?
Goldman Sachs, Morgan Stanley, BofA Securities, Citigroup und J.P. Morgan gehören zu den Underwritern für den Verkauf der Aktien.