Der Nvidia-CEO Jensen Huang gab bekannt, dass der US-Chiphersteller den Markt für Chips zur künstlichen Intelligenz in China „weitgehend“ an Huawei abgegeben habe – nachdem strengere US-Exportkontrollen den Verkauf fortgeschrittener Chips blockiert hätten. Die Ankündigung fiel in eine Phase, in der Nvidia einen Quartalsumsatz von 81,62 Milliarden US-Dollar meldete, was einem Plus von 85% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Nachfrage in China bleibt hoch, allerdings rechnet Nvidia nicht mit kurzfristigen Genehmigungen, um den Verkauf fortgeschrittener Chips wieder aufzunehmen. Historisch gesehen machte China vor Inkrafttreten der Beschränkungen mindestens ein Fünftel des Data-Center-Umsatzes von Nvidia aus.
US-Exportkontrollen und politischer Kontext
Die USA verschärften im April die Regeln für Exportlizenzen und schränkten Nvidias Fähigkeit ein, fortgeschrittene Chips an chinesische Kunden zu verkaufen. Diese Kontrollen veranlassten Huang zu dem Eingeständnis, dass das Unternehmen sich faktisch aus dem Wettbewerb um Chinas Markt für KI-Chips zurückgezogen habe.
Finanzresultate und Renditen für Aktionäre
Neben der Konzession für den China-Markt kündigte Nvidia ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 80 Milliarden US-Dollar an und genehmigte eine höhere Dividende für Aktionäre. Dies spiegelt die starke finanzielle Lage des Unternehmens wider – trotz der regionalen Marktbeschränkungen.
H200-Chip-Genehmigungen in China
Laut Reuters erhielten Alibaba, Tencent, ByteDance und JD.com die Genehmigung, H200-Chips zu kaufen. Damit öffnet sich unter dem überarbeiteten Exportrahmen ein begrenzter Weg für den Verkauf fortgeschrittener Chips an große chinesische Technologiefirmen.