Laut dem neuesten Bericht von Piper Sandler vom 27. Mai fehlt dem Markt das Vertrauen in eine kurzfristige Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran. Die Straße von Hormus dürfte in den kommenden Monaten voraussichtlich weitgehend geschlossen bleiben, während die Ölpreise möglicherweise neue Hochs erreichen. Das Institut geht davon aus, dass sich der Schiffsverkehr durch die Straße in den kommenden Wochen nur schwer auf das Niveau vor dem Konflikt (50% Kapazität) erholen kann, da anhaltende Lieferengpässe die Energiepreise weiter nach oben treiben.
Der Präsident für Global Energy bei Standard & Poor's, Dave Ernsberger, griff die Sorge auf und erklärte, der Markt sei derzeit „besorgt, sich mit Rohöl-Positionen zu engagieren“, da es aufgrund der extremen Unsicherheit rund um die Verhandlungen, Zeitpläne für eine Wiedereröffnung der Straße und mögliche Mautmechanismen derzeit keine klare Lage gebe. Marktteilnehmer befürchten zudem, dass der Iran Transittgebühren für Tanker einführen könnte, was die Erholungsaussichten zusätzlich erschwert.