Das Krypto-Sentiment in den USA verbessert sich, da Regulierer einen klareren, weniger strafenden Weg für digitale Vermögenswerte signalisieren. Dieser Wandel findet Unterstützung bei Branchenführern, darunter Ripple Labs CEO Brad Garlinghouse, der ihn mit Anlegerschutz und Marktwachstum verknüpfte.
Wichtigste Erkenntnisse:
Ripple-CEO Brad Garlinghouse verknüpfte am 20. April einen umfassenderen regulatorischen Wandel mit einer besseren Stimmung in den US-Kryptomärkten. Seine Äußerungen fielen, als der Vorsitzende der Securities and Exchange Commission (SEC), Paul Atkins, die jüngste Ausrichtung der Behörde öffentlich umrahmte: um Klarheit, Kapitalbildung und Unterstützung für blockchainbasierte Finanzierung – statt um eine härtere Durchsetzungs-(Enforcement-)Haltung.
Mit Bezug auf den regulation-by-enforcement-Ansatz des früheren SEC-Vorsitzenden Gary Gensler sagte Garlinghouse in dem Social-Media-Portal X:
„Im Vergleich dazu ist Paul Atkins eine frische Brise und ein Zeichen gesunden Menschenverstands. Er ist ein Vorbild dafür, wie Führung bei der SEC aussehen sollte… er konzentriert sich darauf, was zählt – Anleger zu schützen und Innovationen zu fördern, die diesen Anlegern und den Märkten helfen.“
Diese Sicht deckt sich mit Atkin’s jüngster Botschaft. Letzte Woche kritisierte der SEC-Vorsitzende die frühere stärkere Abhängigkeit der Behörde von Durchsetzung im Krypto-Bereich und sagte, der Markt sei jahrelang mit keinen tragfähigen Compliance-Pfaden konfrontiert gewesen. Atkins hat außerdem gesagt, digitale Vermögenswerte seien bei uns „wirklich ganz oben auf der Liste“, während er Krypto-Politik als große SEC-Priorität im Jahr 2026 darstellt.
Unterstützend für diesen Wandel hat Atkins ein formelleres regulatorisches Rahmenwerk für digitale Vermögenswerte und tokenisierte Märkte skizziert. Am 21. April stellte er einen Vorstoß für klarere Aufsicht, geringere Compliance-Belastungen und eine engere Abstimmung mit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) dar. Er sagte außerdem, dass die SEC kurz davor sei, eine „Innovation Exemption“ zu entwickeln, die es Marktteilnehmern ermöglichen soll, das Trading tokenisierter Wertpapiere on-chain innerhalb einer begrenzten, compliant Struktur zu erleichtern, während langfristige Regeln erarbeitet werden. Diese Maßnahmen spiegeln einen breiteren Versuch wider, Regulierung an sich entwickelnde Marktinfrastruktur anzupassen und zugleich Anlegerschutz beizubehalten.
Diese sich entwickelnde Haltung folgt auf ein wegweisendes rechtliches Ergebnis, das die Aufsicht über Krypto geprägt hat. Der Rechtsstreit Ripple vs. SEC stellte eine Unterscheidung zwischen institutionellen XRP-Verkäufen und Handel auf dem öffentlichen Markt her. Die im Dezember 2020 eingereichte und im August 2025 abgeschlossene Klage entschied, dass programmgesteuerte XRP-Verkäufe an Börsen keine Wertpapiertransaktionen waren, während direkte institutionelle Verkäufe gegen Wertpapiergesetze verstießen. Ripple sah sich mit einer $125 Millionen-Strafzahlung konfrontiert, später auf $50 Millionen reduziert – deutlich unter den anfänglich angestrebten $2 Milliarden –, wobei beide Seiten Berufungen zurückzogen, um den Fall formal zu beenden.
In seiner Stellungnahme am 20. April schärfte Garlinghouse seine Kritik am vorherigen Ansatz und sagte:
„Die erste Aufgabe der SEC ist es, Anleger zu schützen. Unter Gary Gensler hat die SEC eindeutig den Kurs verloren. Er hat einen Krieg gegen eine Technologie erklärt. Das war eine rechtswidrige Machtergreifung… und die Gerichte haben genau das gesagt.“
Die Äußerungen spiegeln die anhaltende Kritik der Branche an der früheren, durch Durchsetzung geprägten Strategie der SEC wider und unterstreichen zugleich die Erwartung, dass ein klareres Rahmenwerk Compliance neu ausrichten und eine breitere Übernahme digitaler Vermögenswerte unterstützen könnte.
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