Gate News-Nachricht, 28. April — Russlands Finanzministerium hat Änderungen am Steuerkodex des Landes vorbereitet, um einen Besteuerungsmechanismus für Kryptowährungstransaktionen einzuführen. Nichtansässige müssen dabei deutlich höhere Sätze zahlen als inländische Anleger. Der Gesetzentwurf wurde am Montag laut Berichten lokaler Medien von der Legislativkommission der Bundesregierung genehmigt.
Im Rahmen des vorgeschlagenen Schemas werden Nichtansässige mit 30 % auf kryptobezogene Einkünfte besteuert — deutlich höher als der progressive persönliche Einkommensteuersatz von 13–22 %, der auf russische Ansässige angewendet wird. Die Steuersätze sollen sowohl auf Mining- als auch auf Handelsaktivitäten angewendet werden, wobei eine spezifische Behandlung vorgesehen ist: Mining-Einkünfte werden als allgemeines Einkommen gemeldet, während Anlage- und Handelserträge eine separate Steuerbemessungsgrundlage bilden. Für juristische Personen, die im Mining tätig sind, wird der Körperschaftsteuersatz auf 25 % festgelegt — eine Anforderung, die seit dem 1. Januar 2025 gilt. Vermittler wie Börsen und Broker werden dafür verantwortlich sein, Steuern im Namen ihrer Kunden einzubehalten und weiterzuleiten.
Die Änderungen sollen nationale Steuerregeln an das kürzlich verabschiedete Gesetz „Über digitale Währung und digitale Rechte“ anpassen, das die Staatsduma in erster Lesung gebilligt hat. Russland plant, bis zum 1. Juli 2026 den vollständigen Rahmen zur Kryptowährungsregulierung einzuführen und damit von früheren restriktiven Positionen hin zu einer geregelten Legalisierung großer Kryptowährungen zu wechseln. Rechtsexperten haben gemischte Bewertungen abgegeben: Einige sehen den Rahmen als Schritt, um Steuerhinterziehungs-Lücken zu schließen und die Transparenz zu verbessern, während andere die Notwendigkeit betonen, Bedingungen zu schaffen, die Kryptowährungsinhaber dazu ermutigen, Steuern freiwillig zu erfüllen.