
Der Vorsitzende der Securities and Exchange Commission (SEC), Paul Atkins, und der Vorsitzende der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Mike Selig, hielten am 27. April auf dem Bitcoin-Kongress 2026 Vorträge. Atkins sagte, es sei der „neue Tag der SEC“, während Selig erklärte, die CFTC schlage „eine neue Seite auf“. Beide betonten, dass eine Abstimmung der Regulierungsrahmen erforderlich sei, um Regelkonflikte zu vermeiden.
Die wichtigsten Aussagen von Atkins zu der neuen SEC-Regulierungsrichtung
Laut Atkins’ öffentlicher Rede auf dem Bitcoin-Kongress 2026 verfolgt die SEC eine neue Strategie zur Regulierung digitaler Vermögenswerte. Ziel ist es, dass die betreffenden Geschäftsaktivitäten in den USA bleiben und nicht in Übersee-Gerichtsbarkeiten verlagert werden. Atkins sagte, dass SEC und CFTC derzeit bei Fragen zu digitalen Vermögenswerten zusammenarbeiten und neue Maßstäbe für die abteilungsübergreifende Koordinierung setzen.
In seiner Rede kündigte Atkins das bevorstehende „Innovation Exemption“-Programm (innovation exemption) an und plante, in den kommenden Wochen Unternehmen zu erlauben, Tokenisierungs- und Wertpapierkritisierungsinstrumente auf der Blockchain in einem regulierten Umfeld zu testen, mit klaren Parametern – nicht durch die Vorgehensweise, die informelle „No-Action“-Exemption zu nutzen. Er sagte, die SEC werde einen prinzipienbasierten Ansatz zur Regulierung tokenisierter Wertpapiere verfolgen, und nannte den „GENIUS Act“ von Trump (Stabilcoin-Gesetz) als Beispiel für dieses Regulierungsmodell.
Atkins sprach in seiner Rede auch über den „CLARITY Act“ und sagte, dass der dazugehörige Maßnahmenpaket-Plan möglicherweise im Mai Fortschritte machen und möglicherweise im Juni verabschiedet werden könnte; zugleich stellte er ausdrücklich klar, dass „noch nichts in Stein gemeißelt“ sei. Er sagte außerdem, dass eine sofortige oder nahezu sofortige Abwicklung das Gegenparteirisiko und das Abwicklungsrisiko senken könne und Mittel freisetze, die derzeit von Backend-Prozessen gebunden werden. Die SEC arbeite daran, dieses Ergebnis zu ermöglichen, statt es zu verhindern.
Gemeinsame Leitlinien von SEC und CFTC zur Token-Klassifizierung
Laut den Ausführungen von Atkins auf dem Kongress haben die SEC und die CFTC gemeinsam Leitlinien zur Token-Klassifizierung veröffentlicht. Sie unterscheiden digitale Rohstoffe, Sammlerstücke und tokenisierte Wertpapiere in drei Kategorien und bieten damit den Marktteilnehmern einen Rahmen zur Einordnung von Vermögenswerten. Atkins erklärte in seiner Rede, dass die Aufsichtsbehörden Prinzipien und Definitionen bereitstellen wollen, statt eine konkrete Token-Liste zu veröffentlichen oder anzudeuten, welche Token Anleger kaufen sollten. Er betonte außerdem, dass nur die vom Kongress erlassenen Gesetze eine dauerhafte Grundlage für die Regulierung digitaler Vermögenswerte über Legislaturperioden hinweg schaffen könnten; die Leitlinien zur Token-Klassifizierung seien ein Schritt in diese Richtung.
Selig zu den Aussagen der CFTC zu ihrer neuen Haltung
Laut seiner öffentlichen Rede auf dem Bitcoin-Kongress 2026 sagte Selig, die CFTC habe „ein neues Kapitel“ in der Regulierung digitaler Vermögenswerte aufgeschlagen. Er betonte, dass beide Institutionen einen abgestimmten Rahmen benötigen, insbesondere für Produkte, die sowohl Merkmale von Waren als auch von Wertpapieren aufweisen. Selig sagte in seiner Rede: „Unser Land basiert auf der Idee des Privateigentums“, und hob hervor, dass Token-Inhaber und Innovatoren klare, durchsetzbare gesetzliche Rechte haben sollten. Eine konsistente Marktstruktur für digitale Vermögenswerte sollte den Marktteilnehmern vorhersehbare Regeln bieten, anstatt die Geschäfte in weniger stark regulierte Gerichtsbarkeiten zu lenken.
Häufige Fragen
Welche wichtigsten Politikrichtungen hat der SEC-Vorsitzende Atkins auf dem Bitcoin-Kongress am 27. April angekündigt?
Laut Atkins’ öffentlicher Rede auf dem Bitcoin-Kongress 2026 umfassen die wichtigsten Punkte: das bevorstehende „Innovation Exemption“-Programm; die geplante Zulassung für Unternehmen, in den kommenden Wochen Tokenisierungstools auf der Blockchain in einem regulierten Umfeld zu testen; dass SEC und CFTC gemeinsam Leitlinien zur Token-Klassifizierung veröffentlicht haben; sowie dass die SEC tokenisierte Wertpapiere nach einem prinzipienbasierten Ansatz regulieren wird.
Wie unterscheiden die gemeinsamen Leitlinien von SEC und CFTC digitale Vermögenswerte?
Laut den Ausführungen von Atkins auf dem Kongress teilt die Leitlinie digitale Vermögenswerte in drei Kategorien ein: digitale Rohstoffe, Sammlerstücke und tokenisierte Wertpapiere. Sie bietet damit den Marktteilnehmern einen Rahmen für die Vermögenseinstufung. Atkins sagte, die Leitlinie solle Prinzipien und Definitionen bereitstellen, statt eine konkrete Token-Liste zu veröffentlichen.
Welche Aussagen hat Atkins zum gesetzgeberischen Ausblick für den „CLARITY Act“ gemacht?
Laut Atkins’ öffentlicher Rede auf dem Kongress sagte er, dass der dazugehörige Gesetzgebungspaket-Plan möglicherweise im Mai 2026 Fortschritte machen und möglicherweise im Juni verabschiedet werden könnte, er stellte jedoch ausdrücklich klar: „Alles ist noch nicht in Stein gemeißelt“; außerdem betonte er, dass nur die vom Kongress erlassene Gesetzgebung eine dauerhafte Grundlage für die Regulierung digitaler Vermögenswerte über Legislaturperioden hinweg schaffen könne.