Der ehemalige Risiko-Chef von Silvergate einigen sich auf einen SEC-Fall, macht regulatorischen Druck verantwortlich

Kate Fraher, der ehemalige Chief Risk Officer von Silvergate, einigte sich 2024 mit der US-Börsenaufsicht SEC, um einen langwierigen Rechtsstreit über Vorwürfe zu vermeiden, sie habe Anleger über die Anti-Geldwäsche-Kontrollen der Bank und das Crypto-Kundenmonitoring in die Irre geführt. Fraher stimmte zu, eine zivilrechtliche Strafe in Höhe von 250.000 US-Dollar zu zahlen, und akzeptierte ein fünfjähriges Verbot, als Unternehmensmanagerin oder Vorstandsmitglied zu fungieren. In ihren ersten öffentlichen Kommentaren zu dem Fall erklärte Fraher, keine Finanzaufsichtsbehörde habe bewiesen, dass Silvergates Anti-Geldwäsche-Kontrollen versagt hätten, und dass sie sich für die Einigung entschieden habe, weil das Auseinandersetzen mit dem Regulierer einen „mehrjährigen Kampf“ bedeutet hätte, der mit hohen persönlichen und beruflichen Kosten verbunden gewesen wäre. Der Zugang zu Banken bleibt eine zentrale Einschränkung für Krypto-Firmen, die auf Banken für Einzahlungen, Fiat-Abwicklung, Payroll, Kundenflüsse und Treasury-Operationen angewiesen sind.

Einigung und Fahrenhs Begründung

Fraher legte offen, dass sie persönlich „de-banked“ worden sei und dass im Zuge des regulatorischen Verfahrens Kreditlinien ersatzlos geschlossen worden seien. „Das Verfahren selbst ist darauf ausgelegt, maximalen Druck auszuüben, und die menschlichen Kosten sind real“, sagte sie. Die Einigung beendete den SEC-Fall gegen sie, doch ihre Kommentare bringen die Debatte erneut ins Rollen, wie US-Regulierer kryptobezogene Banken nach dem Zusammenbruch von FTX behandelt haben.

Silvergates Abwicklung und regulatorischer Druck

Silvergate war vor seiner freiwilligen Abwicklung im Jahr 2023 eine der wichtigsten US-Banken für die Kryptoindustrie. Die Schließung folgte auf den Zusammenbruch von FTX im November 2022, der erhebliche Belastungen in den Krypto-Märkten auslöste und zu einem beträchtlichen Einlagenverlust bei der Bank führte.

Fraher erklärte, die Abwicklung der Bank sei nicht allein durch einen „Bank Run“ oder durch FTX-bedingte Volatilität verursacht worden, obwohl Silvergate einen Einlagen-Run von ungefähr 70% erlebte. Sie sagte, Silvergate habe sich bis Anfang 2023 mit „angemessenen Kapitalniveaus“ und einem „auf die richtige Größe gebrachten Personalbestand“ umstrukturiert, der es ermöglicht hätte, sicher weiter zu operieren. In ihrem Bericht sei der entscheidende Faktor der „breitere administrative und regulatorische Druck gewesen, der gegen die Digital-Asset-Industrie gerichtet war“, wodurch das Geschäft nicht mehr sicher zu betreiben gewesen sei.

Ihre Darstellung deckt sich mit Behauptungen von Größen aus der Kryptoindustrie, die die Zeit als „Operation Chokepoint 2.0“ beschrieben haben – eine angebliche Initiative US-amerikanischer Finanzaufsichtsbehörden, Krypto-Unternehmen von Bankdienstleistungen abzuschneiden. Die Behauptung bleibt unbestätigt, ist aber zu einem zentralen Argument der Branche geworden, dass die Regulierung nach FTX von Enforcement weg hin zum Zugang zu Bankinfrastruktur übergegangen sei.

Rücknahme der SEC-“Gag Rule” und ihre Bedeutung

Fraher sagte, sie habe nach der Rücknahme ihrer langjährigen „gag rule“ zur Einigung durch die SEC am Montag öffentlich sprechen können. Die Richtlinie hatte vergleichsbereite Parteien daran gehindert, nach der Beilegung von SEC-Enforcement-Fällen öffentlich zu bestreiten, dass ihnen Vorwürfe gegen sich gemacht worden waren.

Fraher lobte die derzeitige SEC-Führung unter Paul Atkins dafür, dass sie die Politik beendet habe, die sie als verfassungswidrig bezeichnete. „Ich bin froh, dass das Recht, die Wahrheit zu sagen, endlich wiederhergestellt wurde“, sagte sie. Ihre Kommentare fügen einer persönlichen Darstellung zu einem juristischen und regulatorischen Streit hinzu, der viele Angeklagte in SEC-Fällen betrifft. Für Krypto-Manager und Bankoffiziere könnte das Ende der Politik mehr öffentlichen Widerspruch gegen bereits beigelegte Enforcement-Maßnahmen ermöglichen, insbesondere dann, wenn Angeklagte argumentieren, sie hätten aus Kostengründen, wegen Zeitaufwands oder wegen Karrieregründen zugestimmt – statt wegen eines Schuldeingeständnisses.

Fraher verknüpfte die Politik mit dem, was sie als „Regulierung durch Enforcement“ beschrieb, und argumentierte, dass der Prozess dauerhaft Kosten für Einzelpersonen verursacht, auch wenn ein Fall keine Verhandlungsakten oder gerichtliche Feststellungen hervorbringt.

Marktimplikationen für Krypto-Banking

Nach FTX stellten sich Silvergate, Signature Bank und Silicon Valley Bank Anfang 2023 alle ab – mit Einlagen-Runs, Liquiditätsstress und Ansteckung durch gescheiterte Krypto-Kreditgeber, die zusätzlichen Druck auf den Markt ausübten. Der Verlust dieser Banken zwang Krypto-Unternehmen, ihre Bankbeziehungen neu aufzubauen, und machte den Fiat-Zugang für Investoren zu einem größeren Due-Diligence-Thema.

Fahrers Darstellung ändert nicht die Tatsache, dass Silvergate nach FTX einem massiven Einlagen-Run ausgesetzt war. Sie schärft jedoch die Frage, ob die Schließung der Bank primär ein Liquiditätsereignis war, ein Problem des regulatorischen Zugangs oder eine Kombination aus beidem. Ihre Kommentare erhöhen den Druck auf die laufende Debatte darüber, wie US-Regulierer Krypto beaufsichtigen sollten, ohne die Industrie von gewöhnlicher Finanzinfrastruktur abzuschneiden.

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