Südkoreas Stabilcoin-Gesetz bleibt unklar, während die fünf größten Banken des Landes zuerst ein Konsortium bilden, um die Weichen für die Zukunft zu stellen

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韓元穩定幣布局

Die fünf größten Geschäftsbanken-Verbände in Südkorea sowie mehrere Fintech-Unternehmen beschleunigen derzeit den Aufbau von Allianzen und die Erforschung von Kooperationen, während der Zeitplan für die Verabschiedung einschlägiger Gesetzgebung zu Korean-Won-Stablecoins noch unklar bleibt. Laut der Nachrichtenagentur Yonhap fanden am 1. Juni eine Allianz-Erkundungsrunde zwischen der Shinhan Financial Group, der Korea IBK Industrial Bank sowie fünf regionalen Banken statt; die ursprünglich geplante Unterzeichnungszeremonie für ein Memorandum of Understanding (MOU) wurde in ein Format für eine Sondierungsbesprechung umgestellt.

Wichtiges Allianz-Gefüge: bestätigte Kooperations-Partner und Entwicklungen

Laut Yonhap vom 3. Juni sind derzeit folgende zentrale Kooperationsstrukturen an die Oberfläche gelangt:

KB Financial Group + Toss + Bithumb: Die Kookmin Bank (KB) will die Ausgabe von Won-Stablecoins federführend leiten, Toss übernimmt den Vertrieb; auch Bithumb, das über Konten für Ein- und Auszahlungen bei der Kookmin Bank verfügt, ist in das Vorhaben eingebunden

Hana Financial Group + Dunamu (Upbit) + Naver: Die Hana Financial Group erwirbt Anteile an Dunamu. Ziel ist der Aufbau eines integrierten Ökosystems, das Devisentransaktionen (Hana Bank), virtuelle Vermögenswerte-Börsen (Upbit) sowie Zahlungs- und Einkaufsinfrastruktur (Naver Pay und Naver Shopping) umfasst

Shinhan Financial Group + Samsung Financial Group: Die Shinhan Financial Group prüft derzeit eine Zusammenarbeit mit der Samsung Financial Group; auch Samsung Securities und Samsung Card haben in jüngster Zeit den Erwerb von Dunamu-Anteilen abgeschlossen

Kakao + Woori Financial Group / NH Nonghyup Financial Group: Kakao nimmt aktiv Kontakt zu Woori Bank und NH Nonghyup Bank auf und sucht nach Bank-Partnern

Südkoreas Zentralbank-Projekt „Han River Plan“: Groß angelegte Pilotierung von Einlagen-Token in der zweiten Jahreshälfte 2026

Die Bank of Korea arbeitet derzeit mit Geschäftsbanken und Händlern an den letzten Vorbereitungen; die geplante Großtest- und Praxisphase für Einlagen-Token-Transaktionen in großem Umfang, zu unregelmäßigen Zeitpunkten, soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten.

Der Gouverneur der Bank of Korea, Lee Hyun-sung, sagte auf einer internationalen Konferenz am 1. Juni bei einem politischen Austausch offen: „Euro-denominierte Stablecoins machen weniger als 0,3% an der Gesamtmarktkapitalisierung des globalen Stablecoin-Marktes aus.“ Aus Sicht der Branche wird diese Aussage als indirekte Infragestellung der Praxistauglichkeit des Won-Stablecoin-Marktes interpretiert.

Stand des Gesetzgebungsprozesses: MOU ohne Rechtsverbindlichkeit, das Gefüge bleibt in Bewegung

Der Zeitplan zur Gesetzgebung zu Won-Stablecoins im Parlament ist weiterhin unklar. In der aktuellen Phase verfügen die von der Branche gebildeten Allianzen sowie die laufend verhandelten Memoranden of Understanding über keine Rechtsverbindlichkeit. Ein Beamter einer Geschäftsbank erklärte gegenüber Yonhap: „Wann der Stablecoin-Gesetzentwurf verabschiedet wird, ist derzeit schwer vorherzusagen, aber die Rufe nach einem frühzeitigen Aufbau von Allianzen nehmen zu. Selbst wenn ein MOU unterzeichnet ist, haben diese Memoranden keine Rechtsverbindlichkeit, daher wird sich das Branchengefüge weiter verändern.“

Derzeit wird der Zusammenschluss zwischen Dunamu und Naver von der Korea Fair Trade Commission geprüft; laut Berichten haben einige Wettbewerber in der Branche bereits Diskussionen bzw. Einwände dazu vorgebracht, jedoch gab es bis zum Berichtszeitpunkt keine Bestätigung über formelle Maßnahmen. Auch in Branchenkreisen wird darüber spekuliert, dass der E-Commerce-Marktplatz Coupang in den Markt für Won-Stablecoins einsteigen könnte; Coupang hat bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung dazu keine offizielle Stellungnahme abgegeben.

Häufige Fragen

Was ist ein Won-Stablecoin, und warum planen Banken in Südkorea so aktiv?

Won-Stablecoins sind Kryptowährungen, die an den Wechselkurs des Korean-Won gekoppelt sind und darauf abzielen, digitale Zahlungs- und Abwicklungsfunktionen in Korean-Won-Denomination bereitzustellen. Die aktive Ausrichtung der südkoreanischen Geschäftsbanken hängt mit der erwarteten Ausgestaltung im Gesetzesrahmen zusammen: „bankgesteuerte Ausgabe“ als Ausrichtungsdesign, sowie mit dem kommerziellen Antrieb der Banken, im Markt für digitale Vermögens-Infrastrukturen frühzeitig eine führende Position zu erlangen.

Welche Kernunterschiede gibt es zwischen dem „Han River Plan“ der Bank of Korea und Won-Stablecoins, die von Geschäftsbanken gesteuert werden?

Der „Han River Plan“ ist ein von der Bank of Korea geführtes Pilotprojekt für Einlagen-Token (Deposit Token). Er basiert auf Einlagen bei Geschäftsbanken und ist eine institutionelle Regelung unter Aufsicht der Zentralbank. Won-Stablecoins, die von Geschäftsbanken gesteuert werden, werden dagegen von den einzelnen Banken selbst ausgegeben; beide unterscheiden sich hinsichtlich Ausgabeträger, Risikostruktur und aufsichtsrechtlicher Grundlage. Die jüngste öffentliche Erklärung des Gouverneurs der Bank of Korea zeigt, dass die Zentralbank gegenüber der Marktpositionierung privater Won-Stablecoins eine eher vorsichtige Haltung einnimmt.

Wie ist der aktuelle regulatorische Prüfstatus des Zusammenschlusses von Dunamu und Naver?

Stand 3. Juni 2026 befindet sich der Zusammenschluss von Dunamu und Naver in der Prüfung durch die Korea Fair Trade Commission; das Ergebnis wurde noch nicht veröffentlicht. Die Hana Financial Group hatte am 15. Mai angekündigt, Anteile an Dunamu zu übernehmen; auch Samsung Securities und Samsung Card haben den Erwerb von Dunamu-Anteilen inzwischen abgeschlossen.

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