SpaceX-IPO zu 135 US-Dollar je Aktie mit Kursziel $75B und einer Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar

SpaceX plant, seinen Börsengang zu einem Preis von 135 US-Dollar je Aktie zu bepreisen und dabei ungefähr 556 Millionen neue Aktien auszugeben, um etwa 75 Milliarden US-Dollar einzunehmen, wie Quellen angeben, die von ausländischen Medien am 2. Juni Ortszeit zitiert wurden. Das von Elon Musk gehaltene Raketen- und KI-Unternehmen peilt über das All-Primary-Angebot eine Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar an, wobei sämtliche Erlöse dem Unternehmen statt bestehenden Aktionären zufließen, um das künftige Geschäftswachstum und Investitionen in Sachanlagen zu finanzieren. Falls die Transaktion wie geplant abgeschlossen wird, würde sie den Rekord übertreffen, den Saudi Aramco 2019 aufgestellt hat, und damit zum größten Börsengang in der globalen Geschichte werden.

SpaceX setzt Ziel für Nasdaq-Listing am 12. Juni mit SPCX-Ticker

Mit dem Thema vertraute Personen gaben an, SpaceX wolle so früh wie am 12. Juni unter dem Tickersymbol „SPCX“ an der Nasdaq listen. Die Roadshow des Unternehmens für institutionelle Investoren soll diese Woche starten. Das Angebot beinhaltet eine 15%-Over-Allotment-Option (Greenshoe-Mechanismus), um zusätzlichen potenziellen Marktnachfrage Rechnung zu tragen. Zu den führenden Investmentbanken an der Underwriting-Beteiligung gehören Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase, wobei Goldman Sachs und Morgan Stanley als Joint Lead Underwriters fungieren.

All-Primary-Angebotsstruktur lenkt 75 Milliarden US-Dollar in die Unternehmensabläufe

Im Gegensatz zu vielen großen IPOs verfolgt diese Transaktion eine All-Primary-Angebotsstruktur, das heißt, alle ausgegebenen Aktien stammen aus neu geschaffenen SpaceX-Aktien und nicht aus Verkäufen bestehender Aktionäre. Die Vereinbarung stellt sicher, dass die eingeworbenen Mittel vollständig in die Unternehmenskonten fließen, um die künftigen Expansions- und Investitionspläne des Unternehmens zu unterstützen, statt als Liquiditätsausstiegs-Kanal für bestehende Investoren oder Unternehmensführungskräfte zu dienen. Aufgrund des gewaltigen Umfangs der Transaktion hatten Medien zuvor berichtet, SpaceX habe erfolgreich Underwriting-Gebühren unter 0,75% ausgehandelt, deutlich niedriger als die üblichen Sätze für große Technologie-IPOs.

Morningstar bewertet SpaceX mit 780 Milliarden US-Dollar gegenüber dem IPO-Ziel von 1,75 Billionen US-Dollar

Die Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar hat bei einigen Analysten Skepsis ausgelöst, trotz großer Marktaffinität. Die Research-Firma Morningstar veröffentlichte kürzlich einen Bericht, in dem SpaceX eine faire Bewertung von rund 780 Milliarden US-Dollar zugewiesen wird, weniger als die Hälfte der IPO-Zielbewertung. Morningstar-Analysten führten eine extrem hohe Unsicherheit im KI-Geschäft des Unternehmens an und erklärten, Grok sei kein führendes Large Language Model und habe klare Wettbewerbshandicaps gegenüber OpenAI. Zudem verwiesen sie auf lange Realisierungszyklen und nahezu grenzenlose Anforderungen an F&E-Investitionen für ferne Raumfahrtprojekte wie Starship und Raumfahrt-Computing-Zentren. Darüber hinaus warnten Analysten, dass Musks außergewöhnlich hohe Stimmrechte die Interessen von Minderheitsaktionären möglicherweise unzureichend schützen könnten, was einen zusätzlichen Bewertungsabschlag rechtfertige.

Einige Investoren teilen die Bedenken hinsichtlich der Bewertung von SpaceX aufgrund des Fehlens direkt vergleichbarer börsennotierter Unternehmen. Als weltweit größtes kommerzielles Raumfahrtunternehmen passt SpaceX weder ins traditionelle Profil von Luft- und Raumfahrtunternehmen noch in das typische Internet-Geschäftsmodell. Die Aktivitäten erstrecken sich über Startdienstleistungen, Satellitenkommunikation, Verteidigungstechnologie und künstliche Intelligenz in mehreren Bereichen. Diese Komplexität erschwert es dem Markt, eine Bewertung über konventionelle Bewertungsrahmen vorzunehmen.

Musk behält unter Dual-Class-Struktur über 85% Stimmrechtsanteil

Musks Kontrolle über SpaceX wirft bei zahlreichen Analyseinstitutionen und Investoren Bedenken auf. Laut Dokumenten, die bei Aufsichtsbehörden eingereicht wurden, wird SpaceX weiterhin eine Dual-Class-Aktienstruktur verwenden. Selbst nachdem das Unternehmen seinen öffentlichen Börsengang abgeschlossen hat, wird Musk über 85% der Stimmrechte behalten. Das bedeutet, Musk behält die absolute Kontrolle über zentrale Entscheidungen, darunter künftige Strategien, Fusionen und Übernahmen sowie die Kapitalallokation.

Falls der IPO erfolgreich abgeschlossen wird, wird SpaceX eines der teuersten neu gelisteten Unternehmen in der globalen Kapitalmarktgeschichte und festigt damit weiter Musks zentrale Position in Technologie und Kapitalmärkten.

FAQ

Was hat SpaceX am 2. Juni in Bezug auf die IPO-Bepreisung angekündigt?

Laut Quellen, die ausländische Medien am 2. Juni Ortszeit zitiert haben, plant SpaceX, seinen IPO zu 135 US-Dollar je Aktie zu bepreisen, ungefähr 556 Millionen neue Aktien auszugeben, um etwa 75 Milliarden US-Dollar einzunehmen und eine Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar zu erreichen. Das Unternehmen peilt ein Nasdaq-Listing so früh wie am 12. Juni unter dem Tickersymbol SPCX an, mit einer All-Primary-Angebotsstruktur, die alle Erlöse auf die Unternehmensabläufe statt auf Verkäufe bestehender Aktionäre ausrichtet.

Warum weicht Morningstars Bewertung stark vom IPO-Ziel von SpaceX ab?

Morningstar wies SpaceX eine faire Bewertung von rund 780 Milliarden US-Dollar zu, also weniger als die Hälfte des IPO-Zielwerts von 1,75 Billionen US-Dollar. Die Research-Firma nannte eine extrem hohe Unsicherheit im KI-Geschäft von SpaceX und stellte fest, dass Grok gegenüber OpenAI Wettbewerbsnachteile hat, während ferne Raumfahrtprojekte wie Starship lange Realisierungszyklen und nahezu unbegrenzte F&E-Investitionen erfordern. Morningstar wandte außerdem einen zusätzlichen Bewertungsabschlag an, da Musks außergewöhnlich hohe Stimmrechte möglicherweise die Interessen von Minderheitsaktionären nicht ausreichend schützen.

Wie viel Stimmrechtskontrolle wird Musk nach dem Börsengang von SpaceX behalten?

Laut Dokumenten, die bei Aufsichtsbehörden eingereicht wurden, wird Musk auch nach Abschluss des öffentlichen Listings von SpaceX über 85% der Stimmrechte behalten – und zwar über eine Dual-Class-Aktienstruktur. Diese Vereinbarung gibt Musk absolute Kontrolle über zentrale Entscheidungen, darunter künftige Strategien, Fusionen und Übernahmen sowie die Kapitalallokation.

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