Elon Musks SpaceX hat gestern einen IPO-Prospekt eingereicht, der zeigt, dass das Unternehmen trotz der Erwartungen eines angeblich rekordverdächtigen Börsengangs deutlich unprofitabel ist. SpaceX meldete für 2025 einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden US-Dollar bei 18,67 Milliarden US-Dollar an konsolidierten Umsätzen. Die Prospekt-Einreichung macht deutlich, dass die Bewertung des Unternehmens stark von künftigen Wachstumsannahmen abhängt – nicht von der aktuellen finanziellen Performance. Zur Einordnung: 200 Unternehmen im S&P 500 haben im vergangenen Jahr mehr Umsatz erzielt als SpaceX, darunter Tesla, dessen Verkäufe fünfmal so hoch waren. Der IPO wird als der bislang größte positioniert, doch die zugrunde liegenden Unternehmenskennzahlen zeichnen ein gegensätzliches Bild.
Finanzielle Performance
Die KI-Sparte von SpaceX, die X und xAI umfasst, erwirtschaftete allein im 1. Quartal 2026 nur 818 Millionen US-Dollar – etwa ein Drittel weniger als Twitter in dem Quartal zuvor, bevor Musk es übernahm.
Das Starlink-Konnektivitätsgeschäft des Unternehmens bleibt seine einzige profitable Einheit und machte den Großteil der Umsätze im 1. Quartal aus.
Positive Indikatoren
Der Prospekt enthält einige positive finanzielle Entwicklungen. Anthropic hat sich darauf verständigt, 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat an SpaceX für Rechenleistungen zu zahlen. SpaceX erklärte, dass es danach streben werde, ähnliche Verträge mit anderen Unternehmen abzuschließen.
Nächste Schritte
SpaceX soll im nächsten Monat an der Nasdaq unter dem Tickersymbol „SPCX“ mit dem Handel beginnen.