Spotify und die Universal Music Group haben am Donnerstag Lizenzvereinbarungen angekündigt, die es Spotify-Premium-Nutzern ermöglichen, KI-generierte Coverversionen und Remixes mithilfe von Musik beteiligter Künstler und Songwriter zu erstellen. Das Tool funktioniert als kostenpflichtiges Zusatzangebot, wobei beteiligte Künstler und Songwriter eine Vergütung erhalten, die an die auf der Plattform erstellten KI-generierten Werke gekoppelt ist. Die Ankündigung spiegelt einen breiteren Wandel wider, wie Musikplattformen sich Fan-generierten Content und KI-Technologie nähern.
„Die wertvollsten Innovationen im Musikgeschäft bringen Künstler und Fans immer näher zusammen“, sagte Lucian Grainge, Vorsitzender und CEO der Universal Music Group, in einer Erklärung. „Dieses Prinzip steht im Mittelpunkt dieser wegweisenden Initiative für Superfans mit KI-Unterstützung. Sie soll die menschliche Kreativität fördern, Fan-Beziehungen vertiefen und Künstlern sowie Songwritern zusätzliche Erlösmöglichkeiten eröffnen.“
Die Universal Music Group vertritt Künstler wie Taylor Swift, Chappell Roan, The Weeknd, Sabrina Carpenter, Lana Del Rey, Post Malone, Billie Eilish und Olivia Rodrigo.
Geschäftsmodell und Erlösbeteiligung
Spotify erklärte, dass das neue Tool als kostenpflichtiges Zusatzangebot für Spotify-Premium-Abonnenten startet. Fans können lizenzierte Covers und Remixes mithilfe von generativer KI-Technologie erzeugen, während beteiligte Künstler und Songwriter eine Vergütung erhalten, die an die auf der Plattform erstellten KI-generierten Werke gekoppelt ist.
„Schwierige Probleme für Musik zu lösen, ist das, was Spotify macht, und Fan-Coverversionen und -Remixes sind als Nächstes dran“, sagte Spotify-Co-CEO Alex Norström in einer Erklärung. „Was wir aufbauen, basiert auf Zustimmung, Anerkennung und Vergütung für die Künstler und Songwriter, die sich daran beteiligen.“
Kontext: Vorangegangene KI-Musik-Streitigkeiten
Die Ankündigung erfolgt inmitten anhaltender Spannung rund um KI-generierte Musik. 2023 verbreitete sich ein gefälschtes Lied mit KI-Versionen der Stimmen von Drake und The Weeknd über Spotify und YouTube, bevor die Universal Music Group dazu drängte, es von den Plattformen zu entfernen. In jüngerer Zeit hat Taylor Swift Teile ihrer Stimme und ihres Images markenrechtlich schützen lassen, nachdem KI-generierte Deepfakes und gefälschte Werbeempfehlungen, die auf die Sängerin zielten, online kursierten.
Breitere Plattform-Erprobung
Andere Tech-Plattformen bauen KI-Remix- und Generierungs-Tools aus. Bereits diese Woche auf der Google I/O führte YouTube eine Funktion „Shorts Remix“ ein, die von Gemini Omni angetrieben wird und es Nutzern ermöglicht, Videos anderer Personen neu zu interpretieren, indem sie daraus Anime-Clips, Pixel-Art oder veränderte Szenen machen – mit hinzugefügten Charakteren und Effekten.