Dubai ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaftsstruktur der Vereinigten Arabischen Emirate als eines der sieben Emirate, sondern auch ein weltweit bekanntes Zentrum für Finanzen und Tourismus, das sich jüngst jedoch schweren Prüfungen im Angesicht des Kriegs ausgesetzt sieht. Laut einem Bericht der „Wall Street Journal“ wurden die Vereinigten Arabischen Emirate seit Ende Februar bereits mehr als 2.800 Mal von Drohnen- und Raketenangriffen getroffen; sowohl die Energie- als auch die Schifffahrtsdrehscheibe sind davon betroffen. Der Krieg unterbricht nicht nur den Handel mit wichtigem Öl, sondern verursacht auch substanzielle Schäden in Dubais richtungsweisenden Tourismusgebieten und weckt die Sorge vor einem Abfluss von Kapital aus dem Land. Zur Vermeidung des Verzehrs der Devisenreserven verhandeln die Vereinigten Arabischen Emirate derzeit aktiv mit dem US-Finanzministerium über einen Währungsswap-Mechanismus.
Dubai als Finanz- und Tourismus-Drehscheibe getroffen
Dubai ist als eines der sieben Emirate der Vereinigten Arabischen Emirate ein unverzichtbarer Wirtschaftsanker und hängt in hohem Maße vom Tourismus sowie von den Branchen Finanzen und Dienstleistungen ab. Allerdings haben die offiziellen Stellen der Vereinigten Arabischen Emirate angegeben, dass das Land bereits massiven Drohnen- und Raketenangriffen ausgesetzt war; diese Eskalation hat direkt die touristischen Kernbereiche Dubais beschädigt. Konkret ist der bekannte Wahrzeichenbereich des Hotels Burj Al Arab (Burj Al Arab) von schweren Zerstörungen betroffen. Dies führt zu einer deutlichen Verringerung internationaler Flüge und zu einem Rückgang der Auslastung der Hotelzimmer; das Hotel Burj Al Arab hat bereits mit umfangreichen Renovierungsarbeiten für einen Zeitraum von 18 Monaten begonnen und den Betrieb vorerst eingestellt. Der Konflikt hat sofort und deutlich eine Schrumpfungswirkung auf Dubais Einnahmen aus dem Tourismus sowie auf die Geschäftstätigkeit entfaltet, schwächt seine Position als erste Wahl für luxuriöses Reisen weltweit und es wird zudem berichtet, dass wohlhabende Personen damit begonnen haben, Vermögenswerte in andere Länder und Regionen zu verlagern.
Ölhandel blockiert und Unterbrechung von Dollar-Einnahmen
Eine weitere Ebene des Schlags für die makroökonomischen Rahmenbedingungen der Vereinigten Arabischen Emirate liegt in der Blockade der Energielieferkette. Da der Schiffsverkehr durch die Kämpfe in der Straße von Hormus blockiert wurde, steht der Ölexport der Vereinigten Arabischen Emirate vor großen Herausforderungen. Der Rohölhandel ist der entscheidende Kanal, über den das Land Dollar-Einnahmen erzielt; wenn der Transport behindert ist, bedeutet das, dass der Leistungsbilanzüberschuss tendenziell komprimiert wird. Die Schäden an Energieinfrastruktur sowie das Stillstehen der Exporte erhöhen nicht nur die Volatilität der globalen Energiemärkte, sondern schwächen auch die finanzielle Pufferfähigkeit der Vereinigten Arabischen Emirate, um externe wirtschaftliche Schocks abzufedern, was sie dazu zwingt, externe Liquiditätsunterstützung zu suchen.
Sorge um Kapitalabfluss und Herausforderung für das Finanzzentrum
Mit der Verlängerung des Konflikts wird Dubais Rolle als internationales Finanzzentrum im Nahen Osten zunehmend auf die Probe gestellt. Das geopolitische Risiko ist rasant gestiegen und hat Zweifel am Schutz der Vermögenswerte im Markt ausgelöst. Der Bericht der „Wall Street Journal“ führt dazu aus, dass hohe Kreise in den Vereinigten Arabischen Emiraten befürchten, der Konflikt könnte einen großangelegten Kapitalabfluss auslösen. Wenn multinationales Unternehmen und Personen mit hohem Vermögen ihre Mittel beschleunigt abziehen, würde das die Devisenreserven des Landes schnell aufzehren und enorme Belastung für die Liquidität des lokalen Währungs- und Finanzsystems darstellen. Die Aufrechterhaltung des Vertrauens ausländischer Investoren ist derzeit das wichtigste politische Ziel für die Vereinigten Arabischen Emirate.
Verhandlungen über Währungsswaps und US-finanzielle Unterstützung
Um sich gegen potenzielle Liquiditätskrisen abzusichern, hat der Gouverneur der Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate in jüngster Zeit in Washington Gespräche mit hochrangigen Vertretern der US-Notenbank (Federal Reserve) und des Finanzministeriums geführt, darunter mit Finanzminister Bessent. Ein zentrales Thema ist die Einrichtung einer „Währungsswap-Mechanik“ (Currency Swap Line), die den Vereinigten Arabischen Emiraten ermöglichen soll, bei einem Mangel an Dollar die für die Vereinigten Arabischen Emirate eigene Währung gegen US-Dollar-Liquidität in den USA zu tauschen. Zwar hat es die Republik Emirate noch nicht offiziell einen Antrag gestellt und kann derzeit noch den grundlegenden Betrieb aufrechterhalten, doch zeigt diese Vorsorgemaßnahme, dass Entscheidungsträger die wirtschaftlichen Risiken in einem sehr hohen Maße ernst nehmen.
Dieser Artikel „Kriegshandlungen treffen Dubais Tourismus und Finanz-Position schwer, WSJ: Vereinigte Arabische Emirate suchen finanzielle Unterstützung aus den USA“ wurde erstmals veröffentlicht auf der Kettennachrichten-Seite ABMedia.
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