
Der von Chainlink Labs und Anchorage Digital im März gemeinsam gegründete Hybrid-Aktionsausschuss „Blockchain Leadership Fund“ gab am 22. Mai die Unterstützung für 10 Kandidaten bei den US-Midterms 2026 bekannt und erklärte, man unterstütze Kandidaten, die „darauf ausgerichtet sind, US-Digital-Asset- und Blockchain-Politik voranzubringen“.
Liste der unterstützten Kandidaten: 7 Republikaner, 3 Demokraten
Zu den 4 Senatskandidaten, die der Blockchain Leadership Fund unterstützt, gehören: der Republikaner Barry Moore (tritt zur Stichwahl an) für die Kandidatur um den Sitz des US-Senators in Alabama, der Republikaner Kurt Alme für Montana, der Republikaner Jon Hurst für Ohio sowie die Demokratin Angie Craig für Minnesota. Die 6 Abgeordnetenkandidaten umfassen: die Republikaner Houston Gaines (10. Wahlbezirk von Georgia), Jim Kingston (1. Wahlbezirk von Georgia) und Jon Bonk (38. Wahlbezirk von Texas) sowie die Demokraten Adrian Boafo (Maryland), Christian Menefee (Texas) und Don Davis (North Carolina). Kingston und Gaines hatten am Dienstag die republikanischen Vorwahlen in Georgia gewonnen. Der Blockchain Leadership Fund erklärte, man könne vor der Stichwahl zu den Midterms im November weitere Kandidaten-Unterstützungen ankündigen.
Finanzvolumen und die breiten Ausgaben des Fairshake-spezifischen PAC
Der Blockchain Leadership Fund verfügt bis Donnerstag erst über Mittel in Höhe von 175.000 US-Dollar, doch mehrere PACs, die mit dem Bündnis für faire Wahlen (Fairshake) in Verbindung stehen, haben bei derselben Kandidatenrunde deutlich größere Summen eingesetzt. „Defend American Jobs Political Action Committee“ investierte insgesamt 8,5 Millionen US-Dollar in Medienausgaben, davon rund 350.000 US-Dollar für die Unterstützung von Jon Bonk in dessen Texas-Wahlkampf. Das PAC „Protect Progress“ gab mehr als 4,1 Millionen US-Dollar aus, um Menefee in Texas zur Stichwahl zu unterstützen, und mehr als 2 Millionen US-Dollar für Boafo in dessen Wahlkampf in Maryland.
Fellowship PAC investiert in die Wahl von Texass Senatoren, Trump kündigt Unterstützung für Paxton an
Fellowship PAC meldete am Mittwoch bei der FEC, dass man 500.000 US-Dollar an Medienausgaben einsetzen werde, um den texanischen Generalstaatsanwalt Ken Paxton bei der Kandidatur für den US-Senat zu unterstützen und damit im Rennen um die Stichwahl gegen den amtierenden Senator John Cornyn anzutreten. Trump hatte bereits am Dienstag auf Truth Social seine Unterstützung für Paxton bekanntgegeben. Zuvor hatte Fellowship PAC aufgrund von Druck durch republikanische Führungspersonen auf Handelsminister Howard Lutnick, der mit dem Unternehmen Cantor Fitzgerald verbunden ist, die Medienfinanzierung für Paxton zurückgezogen, um sie anschließend wieder aufzunehmen. Der Sieger der demokratischen Vorwahl in Texas, James Talarico, wird im November gegen den Gewinner der republikanischen Stichwahl antreten.
Häufige Fragen
Was für eine Art von PAC ist der Blockchain Leadership Fund?
Der Blockchain Leadership Fund ist ein Hybrid-PAC, das direkte Spenden an Kandidaten sowie unabhängige Ausgaben erlaubt. Er wurde im März 2026 gemeinsam von Chainlink Labs und Anchorage Digital gegründet. Zum 22. Mai zeigen FEC-Dokumente, dass das PAC über 175.000 US-Dollar verfügt; Anchorage Digital spendete 100.000 US-Dollar, Chainlink Labs spendete 75.000 US-Dollar.
Warum zog Fellowship PAC die Unterstützung für Paxton zurück und unterstützte ihn dann erneut?
Fellowship PAC hatte zuvor die Medienunterstützung für Paxton zurückgezogen, nachdem republikanische Führungspersonen Druck auf Handelsminister Howard Lutnick ausgeübt hatten, der mit Cantor Fitzgerald in Verbindung steht. Am Mittwoch meldete Fellowship PAC erneut, dass man 500.000 US-Dollar bei der FEC für die Unterstützung von Paxton einsetzen werde, ohne offiziell Gründe anzugeben.
Wie schnitten die vom Blockchain Leadership Fund unterstützten Kandidaten in ihren jeweiligen Vorwahlen ab?
Kingston und Gaines hatten am Dienstag die republikanischen Vorwahlen in Georgia gewonnen. Barry Moore erhielt bei der Vorwahl für den Sitz des US-Senators in Alabama nicht die Mehrheit der Stimmen und tritt zur Stichwahl an. Der Zeitplan der Vorwahlen für die übrigen Kandidaten steht noch nicht fest.