Gate News-Mitteilung, 29. April — Die Bundesregierung Kanadas plant, Krypto-Geldautomaten zu verbieten, nachdem ein Anstieg von Betrugsfällen verzeichnet wurde. Dies geht aus Details hervor, die im Spring Economic Update 2026 dargelegt wurden. Das Land beherbergt derzeit fast 4.000 Krypto-Geldautomaten, die weltweit größte Anzahl pro Kopf, doch die Behörden haben keine branchenspezifischen Vorschriften für diese Maschinen eingeführt.
Untersuchungen von CBC News haben Krypto-Geldautomaten als ein zentrales Instrument in Betrugsmaschen im ganzen Land identifiziert, das schnelle Überweisungen ermöglicht, ohne ein Bankkonto zu benötigen. Transaktionen unter $1,000 erfordern typischerweise nur eine Telefonnummer und beinhalten keine direkte menschliche Interaktion, wodurch Möglichkeiten zur Erkennung verdächtiger Aktivitäten begrenzt werden. Die kanadische Finanznachrichtendienststelle FINTRAC kam in einer Überprüfung im Februar 2023 zu ähnlichen Schlussfolgerungen und identifizierte Krypto-Geldautomaten als wiederkehrende Methode zum Transfer von Geldern, die mit Betrugsschemata verknüpft sind. Die Regierung bestätigte, dass Kanadier weiterhin digitale Vermögenswerte über regulierte Kanäle erwerben können, darunter auch stationäre Geldtransfer-Dienstleistungsunternehmen, die bereits den bestehenden Aufsichtsrahmen unterliegen.
Gleichzeitig brachten Gesetzgeber Bill C-25, den Strong and Free Elections Act, voran, der in zweiter Lesung im House of Commons verabschiedet wurde. Der Gesetzentwurf verbietet politischen Parteien, Kandidaten und Anzeigenanbietern Dritter, Kryptowährungsspenden anzunehmen, mit der Begründung, dass sich Identitäten der Spender nur schwer verifizieren und die Herkunft der Gelder nachverfolgen lasse. Beiträge müssen innerhalb von 30 Tagen zurückgegeben oder umgeleitet werden. Die Maßnahme hat Unterstützung mehrerer politischer Gruppen erhalten, darunter der Conservatives, wobei sich die Diskussionen auf die Umsetzung statt auf die Kernziele konzentrierten.