
Der Gründer von Bridgewater Associates, Ray Dalio, stellte am 12. Mai auf X die Rolle von Bitcoin als Absicherungsinstrument infrage. Er ist der Ansicht, dass Bitcoin in Bezug auf Zentralbankreserven, Krisenabsicherung und langfristige Stabilität nicht mit Gold vergleichbar sei. Der Strategy-Gründer Michael Saylor reagierte darauf umgehend in den sozialen Medien und sagte, dass sich das feste Angebot und die Dezentralisierung von Bitcoin nicht kopieren ließen.
Dali os Kernargumente
Laut Bericht erklärte Dalio, dass ein echtes Absicherungs-Asset vier Eigenschaften haben müsse: geringe Volatilität, hohe Liquidität, langfristige historische Kreditwürdigkeit und politische Neutralität. Er vertrat die Auffassung, dass Bitcoin derzeit noch immer Probleme wie starke Preisschwankungen und regulatorische Unsicherheiten aufweise. Zudem seien On-Chain-Transaktionen bei Bitcoin sehr gut nachvollziehbar, es fehle an echter Anonymität, was für souveräne Staaten und Zentralbanken zusätzliche Bedenken mit sich bringe.
Dalio führte aus, dass Zentralbanken bei der Schaffung von Reservevermögen politische Risiken, das Risiko eingefrorener Vermögenswerte sowie Fragen der finanziellen Stabilität berücksichtigen müssten. Gold habe sich über Tausende Jahre historischen Vertrauens aufgebaut, während Bitcoin sich noch in einem relativ frühen Stadium befinde. Laut Bericht hatte Dalio selbst zuvor gesagt, er halte eine kleine Menge Bitcoin. Er räumte ein, dass Bitcoin eine gewisse Funktion als Wertaufbewahrung habe, habe aber langfristig stets geglaubt, dass Gold das reifere globale Reserve-Asset sei.
Saylors Gegenargument
Laut Bericht erklärte Saylor auf der Social-Plattform, dass der größte Vorteil von Bitcoin das feste Angebot und die dezentralisierte Architektur sei. Im Vergleich zu Gold gebe es noch immer Probleme bei Abbau, Verwahrung, Transport und dem Hinzufügen von Angebot. Bitcoin habe dagegen eine klarere Knappheit und globale Liquidität. Saylor betonte außerdem, dass Bitcoin ein offenes Finanznetzwerk sei und dass jeder weltweit Vermögenswerte schnell verlagern könne – eine Fähigkeit, die Gold nur schwer erreichen könne.
Saylor wies zudem darauf hin, dass die Volatilität von Bitcoin Teil des Wachstumsprozesses eines neu entstehenden Assets sei. Wenn die Marktgröße zunimmt und institutionelles Kapital einströmt, bestehe die Möglichkeit, dass die Preisschwankungen in Zukunft schrittweise zurückgehen.
Markthintergrund: Zentralbanken erhöhen Goldbestände und Bitcoin wird institutioneller
Laut Daten des World Gold Council halten die weltweiten Goldkäufe durch Zentralbanken in den letzten zwei Jahren weiterhin historische Höchststände. Dazu gehörten unter anderem Länder wie China, Russland, der Nahe Osten und Schwellenländer, die ihren Anteil an Goldreserven fortlaufend erhöhen. Derzeit ist die Zahl der Länder, die Bitcoin offiziell in ihre Reserven aufnehmen, noch immer recht begrenzt; die wichtigsten Beispiele konzentrieren sich auf einzelne Länder wie El Salvador.
Im Bereich institutionellen Kapitals: Nachdem US-Spot-Bitcoin-ETFs eingeführt wurden, beginnen traditionelle Finanzmittel damit, Bitcoin über regulierte Kanäle zuzuweisen. Großinvestoren wie Morgan Stanley, Goldman Sachs, BlackRock und Fidelity erweitern zudem sukzessive den Umfang ihrer jeweiligen Produkte.
Häufige Fragen
Was sind die Kernmotiven, mit denen Dalio Bitcoin in Zentralbankreserven infrage stellt?
Laut Bericht ist Dalio der Ansicht, dass ein echtes Absicherungs-Asset geringe Volatilität, hohe Liquidität, langfristige historische Kreditwürdigkeit und politische Neutralität aufweisen müsse. Bitcoin habe Probleme wie starke Preisschwankungen, regulatorische Unsicherheit sowie die Nachvollziehbarkeit von On-Chain-Transaktionen und erfülle damit nicht die Anforderungen souveräner Staaten und Zentralbanken.
Wie kontert Michael Saylor Dali os Argumente?
Laut Bericht erklärte Saylor auf der Social-Plattform, dass das feste Angebot und die dezentralisierte Architektur von Bitcoin die Vorteile seien, die Gold nicht nachbilden könne: Bitcoin biete eine deutlichere Knappheit sowie die Fähigkeit zu einem globalen offenen Transfer. Die Volatilität von Bitcoin gehöre zu einem Wachstumsprozess von neu entstehenden Assets.
Wie sieht derzeit die Situation bei Goldaufstockungen durch Zentralbanken und bei der offiziellen Übernahme von Bitcoin weltweit aus?
Laut Daten des World Gold Council haben die weltweiten Goldkäufe durch Zentralbanken in den letzten zwei Jahren weiterhin historische Höchststände erreicht. Derzeit ist die Zahl der Länder, die Bitcoin offiziell in ihre Reserven aufnehmen, noch immer recht begrenzt; die wichtigsten Beispiele konzentrieren sich auf einzelne Länder wie El Salvador.