
Laut CoinTelegraph vom 12. Mai hat die US-Bundesstaaten-Demokratin Kirsten Gillibrand angegeben, dass ihre demokratischen Kollegen dem Gesetzentwurf im Senat nicht zustimmen würden, falls keine Moral-Klauseln für potenzielle Interessenkonflikte bei gewählten Amtsträgern vorgesehen sind. Der „CLARITY Act“ benötigt im Senat mindestens 60 Stimmen, um angenommen zu werden; die Unterstützung beider Parteien ist entscheidend für das endgültige Durchkommen des Gesetzes.
Beratungsgrundlage und Gesetzesfortschritt
Laut CoinTelegraph wurde der „CLARITY Act“ im Juli 2025 im US-Repräsentantenhaus verabschiedet. Danach kam es jedoch zu Stillstand, unter anderem aufgrund von Formulierungsdifferenzen bei mehreren Themen, darunter Renditen bei Stablecoin, tokenisierte Aktien und Moralvorschriften. Da der „CLARITY Act“ verschiedene Aspekte sowohl des Wertpapierrechts als auch des Warenrechts berührt, muss der Gesetzentwurf sowohl im Senatsausschuss für Banken als auch im Ausschuss für Landwirtschaft beraten werden; letzterer hatte die Beratung bereits im Januar 2026 abgeschlossen.
Laut CoinTelegraph gaben Mitglieder des Senatsausschusses für Banken, Tom Tillis und Angela Alsobrooks, Anfang dieses Monats bekannt, dass sie eine Kompromissvereinbarung bezüglich des Problems der Stablecoin-Renditen getroffen hätten. Dies habe dazu beigetragen, dass der Gesetzentwurf vorankommt.
Uneinigkeit bei Moral-Klauseln: Demokratische Position
Laut CoinTelegraph im Gespräch sagte Senatorin Gillibrand: „Die Verhandlungen laufen gut voran, und ich glaube weiterhin, dass wir in dieser Legislaturperiode ein zweiparteiliches Gesetz verabschieden können. Das amerikanische Volk verdient einen gut durchdachten Markt mit starken Verbraucherschutzvorkehrungen und echte Moral-Reformen, damit Politiker nicht ihre Kontakte nutzen können, um sich selbst auf Kosten anderer zu bereichern.“
Laut CoinTelegraph beruht der Hintergrund der Forderungen der Demokraten nach Moral-Klauseln darauf, dass der amtierende US-Präsident Trump (Donald Trump) enge Verbindungen zu der Kryptoindustrie unterhält. Dazu gehören Kryptowährungsbestände wie „Official Trump“ (TRUMP), das Familienunternehmen World Liberty Financial sowie Krypto-Investitionen vor seinem Amtsantritt. Laut einem Bericht von Forbes im Juli 2025 hat sich Trumps persönlicher Vermögenszuwachs durch Krypto-Investitionen um etwa 1,2 Milliarden US-Dollar erhöht.
Stellungnahmen republikanischer Abgeordneter und weiteres Gesetzgebungsverfahren
Laut CoinTelegraph sagte der Vorsitzende des Senatsausschusses für Banken, der republikanische Senator Tim Scott, dass ethische Bedenken im Zusammenhang mit Beziehungen des Präsidenten zur Kryptowährung über den Zuständigkeitsbereich des Ausschusses hinausgehen und zunächst vom Ethikkomitee behandelt werden müssten, bevor sie dem Plenum des Senats zur Abstimmung vorgelegt werden könnten. Senator Tillis erklärte im April 2026, dass er keinen entsprechenden Gesetzentwurf unterstützen werde, falls bei den Moral-Klauseln keine Einigung über Parteigrenzen hinweg erzielt werde. Der republikanische Senator aus Wyoming, Cynthia Lummis, drängt aktiv auf den Gesetzentwurf und fordert die Gesetzgeber auf, am Donnerstag für den „CLARITY Act“ zu stimmen; Lummis soll voraussichtlich 2027 in den Ruhestand gehen.
Der CEO der Krypto-Interessenvertretung „The Digital Chamber“, Cody Carbone, sagte CoinTelegraph: „Ethikfragen müssen im Plenum des Senats gelöst werden; das fällt nicht in den Zuständigkeitsbereich des Senatsausschusses für Banken. Daher erwarte ich, dass es den Beratungsfortschritt nicht aufhalten wird.“
Laut CoinTelegraph könnte selbst dann, wenn der „CLARITY Act“ im Ausschuss verabschiedet wird und im Senat im Plenum 60 Stimmen erhält, das Gesetz möglicherweise noch an das Repräsentantenhaus zurückgehen müssen. Erst wenn beide Kammern eine abgestimmte Fassung verabschiedet haben, kann der Gesetzentwurf dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden und damit als Gesetz in Kraft treten.
Häufige Fragen
Welche konkrete Verfahrensstufe wird am Donnerstag beim „CLARITY Act“ durchlaufen?
Laut CoinTelegraph vom 12. Mai 2026 findet am Donnerstag die Ausschussberatung im Senatsausschuss für Banken statt, also ein formelles Prüfverfahren auf Ebene des Ausschusses. Der Gesetzentwurf muss jedoch noch im Plenum des Senats mit mindestens 60 Stimmen angenommen werden und anschließend durch die Abstimmung zwischen beiden Kammern gehen, bevor er dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden kann.
Was ist die zentrale Kernforderung der Demokraten bei den Moral-Klauseln?
Laut CoinTelegraph im Gespräch verlangen demokratische Abgeordnete, vertreten durch Senatorin Gillibrand, dass dem Gesetzentwurf spezielle Klauseln hinzugefügt werden, um zu verhindern, dass Mitglieder des Kongresses, gewählte Amtsträger und der US-Präsident bzw. der Vizepräsident über ihre internen Kontakte im Kryptomarkt private Vorteile erlangen können.
Warum verlief der bisherige Gesetzgebungsprozess des „CLARITY Act“?
Laut CoinTelegraph wurde der „CLARITY Act“ im Juli 2025 im Repräsentantenhaus verabschiedet. Der Senatsausschuss für Landwirtschaft habe die Beratung im Januar 2026 abgeschlossen. Bei dieser Sitzung handelt es sich um die Beratung im Senatsausschuss für Banken, die sich aufgrund von Auseinandersetzungen über Formulierungen bei Stablecoin-Renditen, tokenisierten Aktien und Moral-Klauseln um mehrere Monate verzögert hat.