Europäische Zentralbank warnt: Turbulenzen im privaten Kreditwesen sind noch kein systemisches Risiko, aber sie weist auf eine Versicherungs-Exponierung von 211 Milliarden Euro hin

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Laut dem Financial Stability Report der Europäischen Zentralbank vom 26. Mai hat die Verunsicherung im Markt für Privatkredite bislang noch kein systemisches Risiko für den Euroraum verursacht, obwohl die Zentralbank warnte, dass Teile des Finanzsystems ein erhöhtes Risiko tragen. Die EZB erklärte, dass die direkte Risikobelastung von Finanzinstituten im Euroraum gegenüber Privatkrediten offenbar begrenzt ist, und dass Privatkredite selbst voraussichtlich keine Quelle für systemische finanzielle Instabilität sind.

Die EZB machte jedoch darauf aufmerksam, dass Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds bei sich ausbreitenden negativen Entwicklungen erheblichen Folgeverlusten (second-order losses) ausgesetzt sein könnten. Die geschätzte Exponierung von Versicherungsunternehmen gegenüber Privatkrediten lag bei 211 Milliarden Euro, während die Exponierung von Pensionsfonds bei etwa 52 Milliarden Euro lag. Die Zentralbank betonte, dass die gesamte Exponierung im Euroraum zwar relativ gering ist, jedoch bei einigen wenigen großen Institutionen konzentriert ist.

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