Galaxy-CEO sagt in einem Gericht in Delaware über gescheiterte BitGo-Fusion im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar aus

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Galaxy Digital-Gründer Mike Novogratz sagte diese Woche vor dem Delaware Chancery Court in der laufenden rechtlichen Auseinandersetzung über den gescheiterten Kauf von BitGo im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar aus. BitGo fordert mindestens 100 Millionen US-Dollar an Schadensersatz und behauptet, Galaxy habe es versäumt, angemessene Anstrengungen zu unternehmen, um die Transaktion abzuschließen, und Details zu Ermittlungen der US-Regulierungsbehörden verschwiegen. Der Rechtsstreit dreht sich darum, ob die Beendigung der Transaktion durch Galaxy unter den vertraglichen Bestimmungen gerechtfertigt war, die an Anforderungen zur finanziellen Compliance gekoppelt sind.

Ursprünge von Kryptos größtem gescheiterten Megadeal

Galaxy kündigte die Übernahme im Mai 2021 an und markierte damit zu diesem Zeitpunkt die größte geplante Fusion in der Kryptoindustrie. Nach den Bedingungen der Vereinbarung hätte BitGo-CEO Mike Belshe als stellvertretender CEO und Vorstandsmitglied zu Galaxy wechseln sollen.

Galaxy beendete den Deal im August 2022, als die Kryptomärkte nach dem Zusammenbruch des Terra-Ökosystems in Turbulenzen gerieten. Das Unternehmen führte BitGos Versäumnis an, bis zur Frist am 31. Juli konforme, geprüfte Finanzberichte zu liefern. Der Bilanzstreit betrifft den SEC Staff Accounting Bulletin 121 (SAB 121), der neue Anforderungen für börsennotierte Unternehmen einführte, die digitale Vermögenswerte verwahren.

Novogratz-Aussage und regulatorische Behauptungen

Während seiner Aussage erklärte Novogratz: „Die ganze Zeit über habe ich dafür gedrängt, diesen Deal zustande zu bringen.“ Er argumentierte, dass die SEC unter dem damaligen Vorsitzenden Gary Gensler eine regulatorische Genehmigung faktisch unmöglich gemacht habe.

Novogratz ging außerdem auf die Beteiligung von Galaxy am Luna-Handel vor dem Zusammenbruch von Terra ein und sagte: „Die Idee, dass ich diese Verrücktheit allein erschaffen hätte, ist einfach nicht richtig.“

BitGo-CEO Mike Belshe widersprach und erklärte, sein Unternehmen habe alle erforderlichen Informationen bereitgestellt, und bezeichnete den gescheiterten Deal als „extrem schädlich“ für den Ruf von BitGo und dessen Geschäftsaussichten.

Die 100-Millionen-US-Dollar-Kündigungsgebühr im Streit

Der Fall hängt davon ab, ob die Finanzberichte von BitGo die SAB-121-Anforderungen bis zur vertraglichen Frist erfüllten. Galaxy argumentiert, dass die fehlende Compliance einen gültigen Ausstieg ermöglicht habe, ohne die 100-Millionen-US-Dollar-Kündigungsgebühr auszulösen.

BitGo hält dagegen, dass Galaxy die Transaktion unrechtmäßig aufgegeben habe. Das Delaware Supreme Court hatte zuvor darauf hingewiesen, dass SAB 121 kurz vor der Frist von BitGo in Kraft getreten sei, was die Einhaltung der Compliance-Zeitleiste verkompliziert habe.

Präzedenzfall für Krypto-M&A-Vereinbarungen

Das Verfahren dürfte diese Woche abgeschlossen werden, wobei der Richter eine endgültige Entscheidung darüber trifft, ob Galaxy die Kündigungsgebühr schuldet. Der Fall ist zu einem der am genauesten beobachteten Vertragsstreitigkeiten im Krypto-Bereich geworden – mit potenziellen Auswirkungen darauf, wie digitale Vermögenswerte bei Fusionen regulatorische Eventualitäten abwickeln.

Wie es weitergeht

Eine Entscheidung des Delaware Chancery Court wird in den kommenden Wochen erwartet. Das Ergebnis könnte beeinflussen, wie zukünftige Krypto-M&A-Vereinbarungen Bedingungen für regulatorische Genehmigungen und Kündigungsklauseln strukturieren.

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