MTI-Liquidatoren sehen sich mit 9.441 Ansprüchen konfrontiert, da das 35,8 Mio. US-Dollar große Nachlassvermögen schrumpft, bevor Auszahlungen erfolgen

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Liquidatoren der Mirror Trading International, eines massiven südafrikanischen Krypto-Pyramidensystems, haben über 9.441 Forderungen erhalten, die insgesamt fast 395 Millionen US-Dollar betragen.

  • Kernaussagen:
    • MTI-Liquidatoren berichten von 395,4 Millionen US-Dollar an Forderungen, während per 18. Februar 2026 nur noch 35,8 Millionen US-Dollar im Bestand sind.
    • FXChoice fror 2020 1.281 Bitcoins ein, was den Großteil der aktuellen Rückflüsse aus dem Nachlass ausmacht.
    • Die MTI-Ermittler werden nun Schuldner der Klasse 3 identifizieren und ausschließen, um den Gesamtwert der gültigen Forderungen final zu bestimmen.

Schrumpfende Vermögenswerte und steigende Rechtskosten

Liquidatoren, die den Zusammenbruch von Mirror Trading International (MTI) beaufsichtigen, das einst als größtes Pyramidensystem Südafrikas beschrieben wurde, haben 9.441 Forderungen mit einem Gesamtwert von fast 395 Millionen US-Dollar erhalten, wie aus den neuesten Zahlen hervorgeht, die von Rechtsvertretern veröffentlicht wurden. Trotz der hohen Anzahl an Forderungen sind die verfügbaren Mittel des Nachlasses weiter geschrumpft.

Per 18. Februar 2026 waren nur noch 35,8 Millionen US-Dollar im Nachlass vorhanden, ein Rückgang gegenüber den im Juni 2024 gemeldeten 38,75 Millionen US-Dollar. Laut einem Bericht führen Liquidatoren den Abfluss auf erhebliche Kosten zurück, die mit der Verfolgung globaler Rückgewinnungsmaßnahmen in den Vereinigten Staaten, Kanada, Europa, Singapur und Australien verbunden sind.

Die Liquidatoren haben kürzlich frühere Gerichtsunterlagen hinsichtlich der Zahl der in den Zusammenbruch involvierten Gläubiger korrigiert. Während erste Dokumente, die beim High Court in Singapur eingereicht wurden, auf etwa 304.044 Gläubiger hindeuteten, klärten Behörden auf, dass diese Zahl die Gesamtzahl der registrierten Nutzer darstellt. Viele dieser Nutzer gelten eher als „Schuldner“ denn als „Opfer“, da es sich um „Investoren der Klasse 3“ handelte, die vor dem Ende des Systems Gewinne erzielt hatten.

Das System brach im Dezember 2020 zusammen, nachdem CEO Johann Steynberg verschwunden war, während er sich in Brasilien aufhielt. Steynberg wurde 2021 wegen der Nutzung einer falschen Identität verhaftet und soll im April 2024 gestorben sein, während er unter Hausarrest auf die Auslieferung wartete. Der Großteil des aktuellen Nachlassvermögens wurde laut Liquidatoren eher durch reines Glück als durch ermittlungsbasierte Rückgewinnung gesichert.

Im Juni 2020 fror die belizische Handelsgesellschaft FXChoice 1.281 Bitcoins ein, nachdem sie verdächtige Aktivitäten gemeldet hatte. Der anschließende Verkauf dieser Vermögenswerte brachte dem Nachlass etwa 57,2 Millionen US-Dollar. Seitdem haben die Rückgewinnungsbemühungen eher bescheidenere Ergebnisse geliefert. Die Liquidatoren konnten rund 10,8 Millionen US-Dollar aus über 690 Vergleichen zurückholen. Eine einzelne große Einigung machte davon 6,87 Millionen US-Dollar aus, während die verbleibenden Einigungen im Schnitt nur wenig über 5.700 US-Dollar pro Vergleich betrugen.

Finanzunterlagen zufolge haben die Liquidatoren etwa 32 Millionen US-Dollar für Rechtsgebühren und globale Rückgewinnungsmaßnahmen ausgegeben. Dazu gehört auch eine 7,32 Millionen US-Dollar-Gebühr, die 2023 von den Liquidatoren geltend gemacht wurde. Die Untersuchung und Anfechtung des Prozesses für die Tausenden noch ausstehenden Forderungen soll in Kürze beginnen. Behörden warnten, dass der endgültige Wert der gültigen Forderungen voraussichtlich sinken wird, wenn sie betrügerische Einreichungen sowie solche aus dem Kreis der Investoren aussondern, die bereits vom System profitiert hatten.

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