Eröffnung
Das in Israel ansässige Cybersicherheitsunternehmen Torq hat Jit, ein weiteres israelisches Cybersicherheits-Startup, in einem Deal übernommen, der auf rund 70 Millionen US-Dollar beziffert wird. Jits Gründer David Melamed und die rund 30 Mitarbeitenden des Unternehmens werden zu Torq wechseln, sobald die Plattform Jits KI-Context-Graph-Technologie in ihre Sicherheitsbetriebsplattform integriert. Die Akquisition soll Torq dabei ermöglichen, zu verbessern, wie Sicherheitsteams Bedrohungen identifizieren, priorisieren, untersuchen und darauf reagieren.
Deal-Details
Torq wurde von Ofer Smadari, Leonid Belkind und Eldad Livni gegründet. Das Unternehmen hat kürzlich 140 Millionen US-Dollar eingeworben, bei einer Bewertung von 1,2 Milliarden US-Dollar. Jit wurde 2021 von David Melamed und Aviram Shmueli gegründet und hat bislang fast 40 Millionen US-Dollar eingesammelt.
Jits KI-Context-Technologie
Jit startete als Security-as-Code-Plattform für Softwareentwickler, bevor es sich hin zu KI-Agents und seiner KI-Context-Graph-Technologie verlagerte. Der Graph verbindet Code mit Nutzeridentitäten, Jobrollen und Systemprivilegien und verfolgt zugleich das Laufzeitverhalten sowie die Sensitivitätsstufe der zugrunde liegenden Daten. Diese Integration liefert KI-Agents unternehmensspezifischen Kontext für die Risikoanalyse.
Plattformstrategie und Marktposition
Die Übernahme setzt Torqs Muster fort, akquirierte Engineering-Teams und Reasoning-Komponenten in seine Plattform zu integrieren, nachdem zuvor bereits die RevRod-Übernahme erfolgt war. Sicherheitsteams im Betrieb sehen sich häufig mit mehr Alarmen konfrontiert, als sie bewältigen können. Herkömmliche Tools wie Security Orchestration, Automation and Response (SOAR) sowie Security Information and Event Management (SIEM) sollen diese Herausforderung adressieren, obwohl Torq sagt, dass seine Plattform über diese Systeme hinausgeht.
Mit Jits Context-Graph will Torq weg von der Antwortautomatisierung hin zu autonomer Bedrohungseindämmung und -prävention mit größerem Vertrauen. Dieses KI-gestützte Modell findet zunehmend Verbreitung bei großen Unternehmen; Torq gibt an, es schütze Organisationen einschließlich Marriott, PepsiCo und Siemens.