Uber gab am 14. Mai bekannt, dass es seine Engineering-Präsenz in Indien mit zwei neuen Standorten in Bengaluru und Hyderabad ausbauen wird, die voraussichtlich bis Ende 2027 etwa 9.600 Mitarbeiter aufnehmen sollen. Das Unternehmen plant außerdem, seinen ersten lokalen Rechenzentrums-Standort durch eine Partnerschaft mit dem indischen Konglomerat Adani Group aufzubauen; die Anlage soll voraussichtlich im 4. Quartal 2026 online gehen. Die Expansion spiegelt Ubers Engagement für Indien als bedeutenden Engineering-Hub wider, während das Unternehmen mit dem lokalen Ride-Hailing-Anbieter Rapido konkurriert und sich über Ride-Hailing-Dienste hinaus diversifiziert.
Ausbau und Einstellungsfokus
Uber beschäftigt derzeit rund 3.500 Menschen in Indien. Das Unternehmen stellt aktiv für Rollen in künstlicher Intelligenz, Machine Learning, für den Betrieb autonomer Fahrzeuge und für Back-End-Infrastruktur ein. Diese Einstellungsmaßnahmen passen zu Ubers umfassenderer Strategie, im indischen Markt KI- und Machine-Learning-Fähigkeiten aufzubauen.
Rechenzentrums-Partnerschaft mit Adani Group
Die Partnerschaft mit Adani Group steht für einen strategischen Ansatz, um in Indien Recheninfrastruktur aufzubauen. Anstatt unabhängig zu bauen, entschied sich Uber zur Zusammenarbeit mit dem indischen Konglomerat, das in den Bereichen Infrastruktur, Energie und Logistik tätig ist. Diese Partnerschaft verschafft Uber Zugang zu Grundstücks- und Stromressourcen, beides entscheidende Voraussetzungen für den Betrieb von Rechenzentren.
Das Adani-Rechenzentrumsprojekt ist Teil einer breiteren Infrastrukturinitiative in Indien. Adani Enterprises entwickelt zugleich, was als Indiens größter KI-Rechenzentrums-Campus in Visakhapatnam beschrieben wird, über AdaniConneX; beteiligt sind Google, Bharti Airtel (ein indischer Telekommunikationsbetreiber) und weitere Partner, mit einer geschätzten Investition von US$15 Milliarden in der Spanne von 2026 bis 2030.
Strategischer Kontext
Ubers Ausbau in Indien folgt auf eine Investition von 330 Millionen US-Dollar in seine Indien-Einheit früher im Jahr 2026. Indien ist für globale Technologiefirmen zu einem wichtigen Engineering-Standort geworden, und diese Expansion unterstreicht die wachsende Bedeutung lokaler Rechenkapazitäten, angetrieben durch Anforderungen an Datenlokalisierung und die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur.