Die australische Regierung soll am Dienstag im Rahmen der Budget-Night Details zu vorgeschlagenen Änderungen der Kapitalertragsteuer (CGT) offenlegen, die sich voraussichtlich auf Krypto-Investoren auswirken würden, so lokale Medienberichte. Schatzmeister Jim Chalmers soll den Vorschlag vorstellen. Die Änderungen würden den bestehenden 50%-CGT-Rabatt für Vermögenswerte ersetzen, die länger als ein Jahr gehalten werden, durch ein inflationsindexiertes Modell – und würden damit die Steuern auf einige langfristige Gewinne, einschließlich Kryptowährungen, effektiv erhöhen.
Vorgeschlagene Politik-Details
Im Rahmen des berichteten Plans will die Regierung laut The Australian Financial Review eine einjährige Gnadenfrist anbieten, bevor die geplanten CGT-Änderungen in Kraft treten. Vermögenswerte, die nach der Budget-Night erworben werden, würden während der vorgeschlagenen Übergangsphase weiterhin bis Mitte 2027 für den bestehenden 50%-CGT-Rabatt qualifizieren, so der Bericht.
Marktreaktion
Die geplanten Maßnahmen haben bei Marktteilnehmern Kritik ausgelöst. Christopher Joye, Chief Investment Officer von Coolabah Capital, äußerte auf X die Sorge, dass die Steueränderungen Kapital von produktiven Investitionen abziehen könnten.
„Nachdem das Budget die Kapitalertragsteuer auf produktive Unternehmen/Vermögenswerte von circa 23,5% auf 46–47% verdoppelt, werden Investoren verständlicherweise Geld aus Unternehmen, Aktien, Gewerbeimmobilien und Mietwohnraum abziehen und es in ihr steuerfreies selbstgenutztes Wohneigentum stecken“, sagte Joye.
Regulatorischer Kontext
Die geplanten Steueränderungen kommen, während Australien seine umfassendere Krypto-Regulierung weiter vorantreibt. Letzten Monat verabschiedete das Land neue Gesetzgebung, die „Digital-Asset-Plattformen“ und „Tokenized-Custody-Plattformen“ verpflichtet, Finanzdienstleistungslizenzen zu erhalten.