
Laut einem Bericht von Bloomberg vom 12. Mai, unter Berufung auf drei Personen, die mit den Plänen des Ausschusses vertraut sind, wird der US-Repräsentantenhaus-Ausschuss für Ways and Means am 14. Mai (Donnerstag) eine parteiübergreifende, nicht-öffentliche Briefing-Sitzung zu Krypto-Steuerthemen abhalten, an der nur Mitglieder des Ausschusses teilnehmen dürfen. Diese Sitzung findet am selben Tag statt wie die Prüfung des „CLARITY Act“ im US-Senatsausschuss für Banken am Donnerstag.
Hintergrund der nicht-öffentlichen Sitzung und parteiübergreifendes Format
Laut Bloomberg bestätigen sowohl demokratische als auch republikanische Insider, die mit dem Ausschussplan vertraut sind, dass die Sitzung in einem parteiübergreifenden Format stattfinden wird und ausschließlich Mitglieder des Ways-and-Means-Ausschusses eingeladen sind. Bloomberg berichtet, dass die anberaumte geschlossene Unterrichtung darauf hindeutet, dass die zuvor nur schleppend vorankommende Krypto-Steuergesetzgebung möglicherweise zunehmend das gemeinsame Interesse beider Parteien auf sich zieht.
Kern-Updates zum PARITY-Gesetzentwurf
Laut Bloomberg bildet die aktuelle legislative Entwicklung des „Digital Assets Protection, Accountability, Regulation, Innovation, Tax, and Revenue Act“ (PARITY Act) den Hintergrund für die nicht-öffentliche Sitzung. Abgeordnete Steven Horsford und Max Miller haben den PARITY Act am 26. März 2026 erneut zur Beratung in den Kongress eingebracht; die ursprüngliche Fassung war ab Dezember 2025 ausgearbeitet worden.
Laut dem Bericht lauten die wichtigsten Änderungen im überarbeiteten PARITY Act wie folgt:
Neue Standards für Stablecoin-Ausnahmen: Die im früheren Entwurf vorgesehene steuerfreie Obergrenze für regulierte Zahlungs-Stablecoins von 200 US-Dollar wird gestrichen; stattdessen wird festgelegt, dass der Verkauf von regulierten Zahlungs-Stablecoins steuerfrei ist, sofern die Kostenbasis des Verkäufers unter 99% des Rücknahmewerts liegt. Gleichzeitig wird geregelt, dass Börsen bei der Abwicklung von Stablecoin-Transaktionen standardmäßig eine feste Kostenbasis von 1 US-Dollar ansetzen
„Wash-Sales“-Regeln für digitale Assets: Einführung von Regeln, die verhindern sollen, dass Anleger durch kurzfristigen Kauf und Verkauf von Kryptowährungen künstlich Verluste zur Steuervermeidung realisieren
Klarstellung der Definition für Staking-Aktivitäten: Klare Abgrenzung zwischen passiven Staking-Aktivitäten (Anleger unterstützen die Validierung von Netzwerktransaktionen, führen aber keine Trades durch) und regulären Transaktionen hinsichtlich der unterschiedlichen steuerlichen Behandlung
Offene Fragen und Gesetzgebungsperspektiven
Laut Bloomberg ist der Umfang der im neuesten Stand des PARITY Act vorgesehenen Ausnahmen streng auf Transaktionen mit regulierten Zahlungs-Stablecoins begrenzt; Bitcoin und andere ähnliche digitale Assets fallen weiterhin nicht in den Ausnahmekatalog.
Der Bericht weist zudem darauf hin, dass derzeit unklar ist, wie der PARITY Act im Kongress vorangebracht werden soll, und ebenso, ob die Gesetzesbestimmungen den Umfang weiter ausdehnen würden, um auch andere Kryptowährungen einzubeziehen. Gleichzeitig tragen die breitere Erwartung an Reformen des Steuersystems und die jüngste Budgetanforderung von Trump zusätzlich zur Ungewissheit über das Schicksal des Gesetzes bei.
Häufige Fragen
Wie lauten das konkrete Datum und das Teilnahmeformat für das geschlossene Krypto-Steuer-Briefing im Repräsentantenhaus-Ausschuss für Ways and Means?
Laut Bloomberg findet das geschlossene Briefing am 14. Mai 2026 (Donnerstag) statt. Es wird in einem parteiübergreifenden Format durchgeführt, an dem nur Mitglieder des Ausschusses teilnehmen dürfen. Der Bericht beruft sich dabei auf drei mit dem Vorhaben vertraute, aber um Anonymität gebetene Informanten.
Welche neuesten Bestimmungen sieht der PARITY Act für die steuerliche Ausnahme bei Stablecoins vor?
Laut Bloomberg streicht die überarbeitete Fassung des PARITY Act die frühere steuerfreie Obergrenze von 200 US-Dollar für Stablecoins. Stattdessen wird festgelegt, dass Verkäufe von regulierten Zahlungs-Stablecoins steuerfrei sind, wenn die Kostenbasis des Verkäufers unter 99% des Rücknahmewerts liegt. Diese Ausnahme gilt nur für Stablecoins; Bitcoin und andere digitale Assets sind nicht in den Anwendungsbereich eingeschlossen.
Wer sind die Einreicher des PARITY Act und wann wurde er erneut eingereicht?
Laut Bloomberg haben die Abgeordneten Steven Horsford und Max Miller den PARITY Act am 26. März 2026 erneut zur Beratung in den Kongress eingereicht; die ursprüngliche Fassung war im Dezember 2025 ausgearbeitet worden.