Ein Nachkomme der Cartier-Schmuckfamilie wurde im Fall der illegalen Krypto-Geldwäsche im Zusammenhang mit Drogen in Höhe von 470 Millionen US-Dollar zu 8 Jahren Haft verurteilt

ChainNewsAbmedia

Ein US-Gericht hat kürzlich den Nachfahren der Cartier-Juwelierfamilie, Maximilien de Hoop Cartier, zu 8 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der Grund: Er habe eine nicht zugelassene Krypto-Börse für den außerbörslichen Handel (OTC crypto exchange) betrieben. Dabei habe er zunächst Drogen-Gelder in Form von Kryptowährungen entgegengenommen, die Kryptowährungen anschließend in Bargeld umgewandelt, das Geld danach auf Bankkonten von Briefkastenfirmen eingezahlt, die er kontrollierte, und es weiter an weitere Knoten innerhalb eines Geldwäsche-Netzwerks weitergeleitet. Schließlich würden diese Gelder in Kolumbien in lokaler Währung abgehoben.

Der Juwelierfamilien-Nachfahre räumt den Betrieb nicht registrierter Geldtransfergeschäfte ein

Laut einem Bericht von ausländischen Medien gaben die US-Staatsanwälte an, dass Maximilien de Hoop Cartier zuvor bereits eine Anklage wegen des Betriebs eines unregistrierten Geldtransfergeschäfts sowie eine Anklage wegen Verschwörung zu Bankbetrug anerkannt habe. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass es in diesem Fall nicht um einen reinen Krypto-Handel geht, sondern um ein grenzüberschreitendes Geldwäsche-Netzwerk, das Kryptowertanlagen, Briefkastenfirmen, US-Bankkonten und gefälschte Geschäftsunterlagen miteinander verknüpft.

Neben der 8-jährigen Haftstrafe ordnete das Gericht außerdem die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe von rund 2,36 Millionen US-Dollar an. Dieser Betrag stehe für die Provisionsgewinne, die er im Geldwäsche-Netzwerk behalten habe. Zusätzlich ordnete das Gericht die Einziehung einiger Bankkonten an, die im Namen von Briefkastenfirmen eröffnet worden waren und für das Vorhaben genutzt wurden.

OTC-Börse als Softwareunternehmen getarnt, tatsächlich zum grenzüberschreitenden Waschen von Drogen-Geldern genutzt

Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass Cartiers illegale OTC-Krypto-Börse aus einem umfangreichen Netzwerk US-amerikanischer Briefkastenfirmen bestehe und über mehr als ein Dutzend US-Bankkonten betrieben werde. Um sicherzustellen, dass diese Bankkonten von Finanzinstituten nicht als auffällig erkannt werden, habe Cartier den Banken vorgelogen, die betreffenden Unternehmen würden Geschäfte im Bereich Softwareveröffentlichung und Softwareentwicklung betreiben.

Die Staatsanwaltschaft erklärte jedoch, dass diese Unternehmen tatsächlich dazu genutzt worden seien, Drogen-Gelder und andere Erträge aus Straftaten entgegenzunehmen und weiterzuleiten. Cartier habe außerdem mit gefälschten Verträgen, Rechnungen und anderen Geschäftsdokumenten die Zahlungsströme so verpackt, dass sie wie normale Geschäftstransaktionen wirkten. Dadurch hätten die Banken geglaubt, dass diese Transaktionen einen legalen geschäftlichen Hintergrund hätten.

Der Schlüssel dieses Geldwäsche-Prozesses liege darin, dass Kryptowährungen als Eingangstor für illegale Gelder eingesetzt würden. Die Staatsanwaltschaft sagte, Cartier habe zuerst Drogen-Gelder in Form von Kryptowährungen entgegengenommen und anschließend die Kryptowährungen in Bargeld umgewandelt. Danach habe er das Geld auf Bankkonten von Briefkastenfirmen eingezahlt, die er kontrollierte, und es anschließend weiter an andere Knoten innerhalb des Geldwäsche-Netzwerks geleitet. Schließlich würden diese Gelder in Kolumbien in lokaler Währung abgehoben.

In diesem Fall sei die Kryptowährung nicht das Endziel, sondern diene als Vermittlungsinstrument, um kriminelle Erträge, klassische Bankkonten und grenzüberschreitende Bargeld-Abhebungen miteinander zu verbinden.

Dieser Artikel Cartier-Nachfahre, verwickelt in eine Krypto-Geldwäsche mit 4,7 Milliarden US-Dollar Drogen, erhält 8 Jahre Haft erschien zuerst auf Ketten Nachrichten ABMedia.

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