Goldman Sachs senkt die Prognose für den Goldpreis auf 4.900 US-Dollar für Ende 2026

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Goldman Sachs senkte seine Prognose für den Goldpreis bis zum Jahresende 2026 und verwies dabei auf eine stärker restriktive (hawkish) Einschätzung der Federal Reserve sowie geringere Erwartungen für Zinssenkungen. Die Bank rechnet nun damit, dass Gold bis Dezember 2026 4.900 US-Dollar je Unze erreicht, nach zuvor 5.400 US-Dollar. Die Anpassung spiegelt Goldman Sachs' Einschätzung wider, dass die Fed in diesem Jahr voraussichtlich nicht die Zinsen senken wird, was den Ausblick auf die Goldnachfrage über börsengehandelte Fonds (ETFs) reduziert. Die aktualisierte Prognose kommt, während Gold unter Druck steht: unter anderem durch einen stärkeren US-Dollar und die Erwartung einer restriktiveren Geldpolitik. Gold schloss am Freitag bei rund 4.155 US-Dollar je Unze, nahezu 4% im Minus seit Jahresbeginn.

Goldman Sachs senkt Goldprognose auf 4.900 US-Dollar je Unze

Goldman Sachs hat seine Prognose für den Goldpreis gesenkt, nachdem die Erwartungen für Zinssenkungen in den USA nach hinten verschoben wurden. Das dämpft den Ausblick auf Mittelzuflüsse in goldbesicherte ETFs. Die Bank erwartet nun Zinssenkungen im Juni und im Dezember 2027 statt einem Start ab Ende 2026. Die Anpassung folgt auf ein Treffen der Federal Reserve, bei dem die Entscheidungsträger die Zinsen unverändert ließen, jedoch eine wachsende Unterstützung für künftige Zinserhöhungen signalisieren. Höhere Zinsen belasten Gold in der Regel, weil das Metall keine Erträge abwirft und ertragsbringende Anlagen für Investoren attraktiver macht.

Zeitplan für Zinssenkungen der Federal Reserve auf 2027 verschoben

Die Goldstimmung schwächte sich, nachdem die Federal Reserve signalisiert hatte, dass die Zinsen möglicherweise länger auf einem höheren Niveau bleiben könnten. Obwohl die Zinsen unverändert gelassen wurden, erwarteten neun der 19 Entscheidungsträger mindestens eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr. Der restriktive Ausblick (hawkish) stärkte den US-Dollar auf ein 1-Jahreshoch und erhöhte die Erwartungen auf eine weitere Zinserhöhung vor Jahresende. Ein stärkerer Dollar und höhere Zinsen belasten Gold typischerweise, weil das nicht-ertragsbringende Metall für Investoren weniger attraktiv wird.

Goldman Sachs hält an bullishen Langfrist-Aussichten fest

Trotz der Senkung seines Gold-Preisziels hält die Bank an einem positiven Langfrist-Blick für Barren fest. Die Bank sagte, ihre Einschätzung bleibe strukturell positiv, gestützt durch fortgesetzte Käufe der Zentralbanken und eine anhaltende Nachfrage nach Gold als Portfoliokompensation. „Unsere Goldpreis-Ansichten bleiben strukturell konstruktiv, aber taktisch vorsichtig: mit Abwärtsrisiken im kurzfristigen Bereich und Aufwärtsrisiken im mittelfristigen Bereich“, sagten die Analysten. Goldman Sachs erwartet, dass die offiziellen Sektor-Goldkäufe in diesem Jahr im Durchschnitt 50 Tonnen pro Monat betragen und 40 Tonnen pro Monat in 2027. Die Analysten warnten jedoch, dass zusätzliche Straffungen durch die Fed weiteres Abwärtsrisiko schaffen könnten. In einem Szenario, in dem die Zinsen weiter steigen und die Nachfrage nach Gold als makroökonomischer Absicherung nachlässt, sieht die Bank, dass Gold das Jahr näher an 4.400 US-Dollar je Unze beenden wird.

FAQ

Warum hat Goldman Sachs seine Goldpreisprognose für 2026 gesenkt?
Goldman Sachs senkte seine Goldpreisprognose auf 4.900 US-Dollar je Unze bis Dezember 2026 (von 5.400 US-Dollar) wegen einer stärker restriktiven (hawkish) Einschätzung der Federal Reserve und reduzierter Erwartungen für Zinssenkungen, was den Ausblick auf die Goldnachfrage über börsengehandelte Fonds senkt.

Wann rechnet Goldman Sachs damit, dass die Federal Reserve die Zinsen senkt?
Goldman Sachs erwartet nun, dass die Federal Reserve die Zinsen im Juni und im Dezember 2027 senken wird, statt ab Ende 2026.

Wie ist Goldmans Sachs' langfristige Sicht auf Gold?
Goldman Sachs hält an einer strukturell konstruktiven langfristigen Einschätzung für Gold fest, gestützt durch fortgesetzte Käufe von Zentralbanken im Durchschnitt von 50 Tonnen pro Monat in diesem Jahr und 40 Tonnen pro Monat in 2027 sowie durch eine anhaltende Nachfrage nach Gold als Portfoliokompensation.

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