
NYDIG-Research- Leiter Greg Cipolaro erklärte am 18. Mai, dass es ein Risiko gibt, dass ein Gesetzesentwurf zur Krypto-Marktstruktur im US-Senat aufgeschoben oder sogar scheitern könnte, falls er bis August nicht die nötigen Stimmen für eine Abstimmung im Gesamtsenat erhält. Der Senatsausschuss für Banken hat den Gesetzentwurf am 14. Mai (Donnerstag) im Wesentlichen entlang parteipolitischer Linien zur Gesamtabstimmung gebracht. Cipolaro bekräftigte, dass der realistische Zeitrahmen für die Gesetzgebung zwischen Juni und Anfang August liegt.
Gesetzgebungs-Zeitplan: Bestätigte Schlüsseltermine und Verfahrenspunkte
14. Mai 2026 (abgeschlossen): Der Senatsausschuss für Banken stimmte im Wesentlichen entlang parteipolitischer Linien ab und brachte den Gesetzentwurf zur Gesamtabstimmung
Juni bis Anfang August (realistisches Zeitfenster, das von NYDIG bestätigt wurde): Der Gesetzentwurf muss in diesem Zeitraum die Gesamtabstimmung mit 60 Stimmen durchlaufen
Ende Juli 2026 bis Anfang September: Kongress bestätigt die Parlamentsferien
November 2026: Zwischenwahlen, Kontrolle über die Sitze im Senat ist umkämpft
Alternative Vorgehensweise: Wenn der Gesetzentwurf in der regulären Sitzungsperiode nicht durchkommt, ist der wahrscheinlichste Weg eine „Lame Duck“-Sitzungsperiode nach der Wahl – vorausgesetzt, die Republikaner kontrollieren den Senat und der Mehrheitsführer John Thune priorisiert den Gesetzentwurf vor der Frist für Regierungsfinanzierungen
60-Stimmen-Schwelle: Stimmenstruktur und bestätigte Hürden
Der Gesetzentwurf benötigt 60 Stimmen, um eine langwierige Debatte zu vermeiden und verabschiedet zu werden. Die Republikaner halten 53 Sitze im Senat und benötigen dafür mindestens 7 unterstützende Stimmen von Demokraten. Öffentlich geäußerte Bedenken demokratischer Abgeordneter umfassen unter anderem: der Gesetzentwurf sei nicht stark genug, um Verbrechen zu verhindern und Sanktionen zu umgehen; Verhandlungsdifferenzen über ethische Fragen und Durchsetzungsbestimmungen für dezentrale Finanzierungen (DeFi) bestehen weiterhin. Aktuelle Umfragen deuten auf einen intensiven Wettbewerb um die Kontrolle über den Senat hin; einige Prognosen sehen die Republikaner leicht im Vorteil, andere erwarten, dass am Ende die Demokraten die Kontrolle über den Senat übernehmen könnten.
Bestätigte Auswirkungen auf das Gelingen oder Scheitern des Gesetzes
Wenn der Gesetzentwurf angenommen wird (Cipolaro bestätigt): Der Krypto-Markt dürfte durch die Rechtssicherheit gestärkt werden; Bitcoin wird als unter CFTC-Aufsicht stehendes Commodity eingestuft; die „letzte große regulatorische Hürde“, damit Bitcoin als Anlageklasse für institutionelle Vermögenswerte gilt, wird beseitigt.
Wenn der Gesetzentwurf scheitert (Cipolaro bestätigt): Die Kryptoindustrie würde weiterhin unter Bedingungen operieren, die durch „dauerhaft unklare Zuständigkeiten“ geprägt sind.
Häufige Fragen
Worauf basiert NYDIG die 8-Uhr-Limitierung im August?
Laut der Erklärung von Cipolaro geht der Kongress Ende Juli in die Parlamentsferien (bis Anfang September); nach der Rückkehr werden die Vorbereitungen für die Zwischenwahlen im November laufen, in deren Verlauf die Führung im Senat sehr wahrscheinlich keine hochumstrittenen Abstimmungen mit 60 Stimmen organisieren wird. Daher ist das letzte reguläre Zeitfenster für eine Verabschiedung Juni bis Anfang August.
Wenn das 8-Uhr-Fenster verpasst wird: Was ist der danach realistischste Weg?
Laut Cipolaros Analyse ist die „Lame Duck“-Sitzungsperiode nach der Wahl der wahrscheinlichste Alternativpfad, aber nur unter der Bedingung, dass die Republikaner im November bei den Zwischenwahlen weiterhin den Senat kontrollieren und Mehrheitsführer Thune den Gesetzentwurf gegenüber der Frist für Regierungsfinanzierungen priorisiert. Wenn die Demokraten den Senat kontrollieren, ist dieser Weg praktisch nicht umsetzbar.
Welche konkreten politischen Auswirkungen hätte die Verabschiedung für Bitcoin?
Laut der Bestätigung von Cipolaro würde der Gesetzentwurf bei Annahme klar festlegen, dass Bitcoin als unter der Aufsicht der CFTC stehendes Commodity eingestuft wird. Damit würde die „letzte große regulatorische Hürde“ für institutionelle Investoren bei der Allokation von Bitcoin beseitigt, und es wird erwartet, dass dies mehr etablierte institutionelle Akteure in den Bitcoin-Markt bringt.