
Der türkische Justizminister Akın Gürlık gab am 19. Mai bekannt, dass die beiden Operationen in Antalya und Mersin weitere 233 Beschuldigte im Zusammenhang mit illegalem Glücksspiel strafrechtlich verfolgen. Dabei sollen ihre Konten Gelder in Höhe von über 18,0 Milliarden Türkische Lira verarbeitet haben, was die Gesamtzahl der Personen über 670 erhöht, nachdem es innerhalb von 8 Tagen bereits vier groß angelegte Razzien mit kumuliertem Gesamtumfang von vier Einsätzen gegeben hat. Die Akten im Fall Adana bestätigen, dass Krypto-Platformen eines der mutmaßlichen Geldwäschekanäle sind.
Bestätigte Zeitleiste der vier Razzien
Laut den Bestätigungen der türkischen Behörden:
11. Mai (Eskişehir): 135 Verdächtige durch Sperrung in 33 Provinzen
12. Mai (Istanbul, KI-gestützt): 108 Verdächtige in 35 Provinzen festgenommen
14. Mai (Adana): 200 Haftbefehle, 161 Inhaftierte (inkl. Kütahyalı)
18. Mai (Antalya+Mersin): Koordinierung von 20 Provinzen in Antalya zur Ermittlung von 183 Personen (betroffen: 11,3 Milliarden Lira/248 Millionen US-Dollar); in Mersin wurden 50 Personen festgenommen und luxuriöse Fahrzeuge, Apartments sowie weitere Vermögenswerte sichergestellt
8 Tage kumuliert: Über 670 Personen
Bestätigte Details der Adana-Ermittlungen
Laut den in „Türkiye’de Bir Dakika“ zitierten Akten:
Geldwäschekanäle (Bestätigte Liste): E-Payment-Unternehmen, Bankkonten, virtuelle POS-Systeme, Wechselstuben, Juweliere, Briefkastenfirmen sowie Krypto-Platformen
Geldwäsche-Quellen: Einnahmen aus illegalem Glücksspiel und Online-Phishing-Betrug
Weitere Festgenommene: 3 Bank-Topmanager, 8 Polizisten, 4 Anwälte
Bestätigungen zu Kütahyalı: Rund 37,7 Millionen Lira (800.000 US-Dollar) wurden von seinem Konto auf ein mutmaßliches Geldwäschekonto überwiesen; 15,7 Millionen Lira (3,5 Millionen US-Dollar) flossen aus demselben Netzwerk zurück; er bestritt jede Form von Fehlverhalten
Besondere Details: Kütahyalı postete am Tag vor seiner Festnahme (13. Mai) auf der Plattform X: „Alle illegalen Glücksspielbanden werden ausgerottet.“
Hintergrund der Bestätigung zu MASAK und dem Aktionsplan
Laut dem MASAK-Aktivitätsbericht 2025 und offiziellen Bekanntmachungen:
Grundlage des Aktionsplans: Der „Aktionsplan zur Bekämpfung illegalen Glücksspiels und Online-Glücksspiels für die Jahre 2025–2026“, der am 1. November 2025 im „Amtsblatt“ von Erdoğan veröffentlicht wurde
MASAK prüft: Rund 14,0 Millionen Nutzeraufzeichnungen mit Glücksspielbezug
MASAK hat ausgesetzt: Transaktionen im Zusammenhang mit 5,1 Milliarden Türkische Lira (131 Millionen US-Dollar)
MASAK-Aktivitätsdaten 2025: 502 Analyseakten; 545 Geheimdienstberichte an die zuständigen Stellen gesendet
FAQ
Wie werden Krypto-Platformen im Fall Adana eingesetzt?
Laut den in „Türkiye’de Bir Dakika“ zitierten Akten wirft die Staatsanwaltschaft in Adana dem kriminellen Netzwerk vor, über verschiedene Kanäle Geldwäsche zu betreiben; Krypto-Platformen seien einer der Geldwäschekanäle. Zu den Quellen der Gelder zählen Einnahmen aus illegalem Glücksspiel und Online-Phishing-Betrug.
Welche konkreten Vorwürfe treffen Kütahyalı?
Laut den bestätigten Fall-Details wurden etwa 37,7 Millionen Türkische Lira (800.000 US-Dollar) von Kütahyalıs Konto auf ein mutmaßliches Geldwäschekonto überwiesen, und 15,7 Millionen Lira (35 Millionen US-Dollar) flossen aus demselben Netzwerk zurück. Nach seiner Inhaftierung bestritt er jegliches Fehlverhalten.
Auf welcher rechtlichen Grundlage basiert die türkische Durchsetzungsmaßnahme?
Laut offizieller Bekanntmachung wurde diese Durchsetzungsrunde umgesetzt gemäß dem „Aktionsplan zur Bekämpfung illegalen Glücksspiels und Online-Glücksspiels 2025–2026“, den Erdoğan am 1. November 2025 im „Amtsblatt“ veröffentlichte. MASAK habe zudem rund 14,0 Millionen relevante Datensätze geprüft und Transaktionen im Umfang von 5,1 Milliarden Lira ausgesetzt.