Ein angeblicher Betrugsplan zur Verwechslung von Support-Mitarbeitern führte laut dem DOJ zu Verlusten von mehr als 13 Millionen US-Dollar bei Krypto-Wallets. Der Fall betrifft gefälschte Support-Vorwände, unbefugten Zugriff auf digitale Konten, Wallet-Transfers und Geldwäsche durch luxuriöse Ausgaben.
Schlüsselpunkte:
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- Behörden behaupten, ein Support-Impersonation-Schema habe unbefugten Zugriff auf Krypto-Wallets und digitale Konten ermöglicht.
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- Ermittler schätzen, dass die Wallet-Verluste 13 Millionen US-Dollar überstiegen, wobei zusätzliche mögliche Opfer noch geprüft werden.
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- Bundesbehörden hatten zuvor gewarnt, dass gefälschte Support-Kontakte häufig über Suchanzeigen und dringende Sicherheitsvorwände arbeiten.
Support-Impersonation-Schema führte zu Krypto-Wallet-Verlusten
Das Justizministerium (DOJ) gab am 11. Mai bekannt, dass eine Anklage einen angeblichen Krypto-Betrugs- und Geldwäscheplan mit einem Umfang von über 13 Millionen US-Dollar zum Gegenstand hat. Der Fall betrifft den unbefugten Zugriff auf digitale Konten und Krypto-Wallets. Staatsanwälte legten Trenton Richard David Johnston, 19, aus Kanada, und Brandon Michael Tardibone, 28, aus Miami, zur Last.
Gerichtsunterlagen zufolge soll die angebliche Operation eine Imitation im Zusammenhang mit einer gängigen Suchmaschine und kryptobezogenen Unternehmen genutzt haben. Nachdem der Zugriff erlangt worden war, sollen die Krypto-Bestände der Opfer für den Nutzen der Verschwörer übertragen worden sein. Ermittler sagten, dass noch weitere Opfer identifiziert werden, wodurch der Gesamtumfang der angeblichen Wallet-Verluste weiterhin offen bleibt.
Staatsanwälte sagten:
„Johnston und andere Mitverschwörer hätten angeblich Support-Vertreter einer beliebten Suchmaschine und kryptobezogener Unternehmen imitiert, um unbefugten Zugriff auf digitale Konten und Krypto-Wallets der Opfer zu erlangen.“
Die Anklagepunkte umfassen die Verschwörung zur Begehung von Wire Fraud und die Verschwörung zur Begehung von Geldwäsche. Staatsanwälte brachten zudem eine Anklage wegen Beherbergung ein, die mit der Unterbringung in einer Luxusresidenz im Raum Miami zusammenhängt, während Johnston unrechtmäßig in den Vereinigten Staaten anwesend war.
Geldwäsche-Vorwürfe führen Krypto-Erlöse auf luxuriöse Ausgaben zurück
Die Geldwäsche-Vorwürfe konzentrieren sich auf Transaktionen, die Staatsanwälte zufolge die Art und die Herkunft der Betrugserlöse verschleierten. In der Anklage heißt es, dass mehr als 1 Million US-Dollar für Luxusfahrzeug-Leasingverträge, Käufe von hochwertigem Schmuck, Ausgehen sowie Unterhaltungs- und Freizeitkosten verwendet wurden. Das DOJ führte aus:
„Sobald der Zugriff erlangt war, hätten die Verschwörer angeblich die Krypto-Wallet-Bestände der Opfer zu ihrem eigenen Vorteil übertragen. Ermittler schätzen, dass Opfer Verluste von über 13 Millionen US-Dollar erlitten haben, wobei zusätzliche Opfer weiterhin identifiziert werden.“
Separat ausgegebene Warnmeldungen des FBI und der Federal Trade Commission, die vor der Anklage in Miami erfolgten, beschrieben ähnliche Taktiken bei der Verwechslung von Support-Ansprechpartnern im Krypto-Kontext. Diese Warnungen skizzierten Betrugsmaschen, bei denen Betrüger sich als Mitarbeiter von Exchanges oder als Tech-Support ausgaben, behaupteten, Konten seien kompromittiert worden, und Login-Daten, Codes für die Zwei-Faktor-Authentifizierung, Seed-Phrases oder den Fernzugriff auf Geräte anforderten. Bundesbehörden warnten außerdem, dass betrügerische Support-Nummern durch gesponserte Suchanzeigen auftauchen können und Suchergebnisse manipuliert würden.
Die in diesen früheren Bundeswarnungen beschriebenen Methoden spiegeln zentrale Vorwürfe in dem Fall in Miami wider, darunter Support-Impersonation, unbefugter Kontozugriff, Krypto-Wallet-Transfers und Geldwäsche im Zusammenhang mit luxuriösen Ausgaben. Die Anklage bleibt eine Behauptung, und die Angeklagten gelten als unschuldig, sofern nicht ihre Schuld bewiesen wurde.