
Wie Bits.media am 19. Mai berichtete, sagte der stellvertretende Leiter der russischen Finanzaufsichtsbehörde Rosfinmonitoring, German Neglyad, in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur, dass die Behörde hofft, Krypto-Währungswechselstuben (also Umschlagstellen für den Handel mit Krypto gegen den russischen Rubel) einer genauso strengen Regulierung zu unterziehen wie Banken, um die „Regulierungsarbitrage“-Lücke zwischen beiden zu schließen.
Bestätigung durch Neglyad
Laut einer bestätigenden Aussage, die auf dem Interview mit dem stellvertretenden Leiter von Rosfinmonitoring, Neglyad, beruht: „Derzeit ist die Bankenaufsicht sehr streng, während der Bereich des Krypto-Umlaufs keinerlei Regulierung hat, was eine Lücke in der Regulierung schafft. Kriminelle können diese Schwachstelle ausnutzen – durch diese Infrastruktur wird Geldwäsche leichter. Diese Schwachstelle muss beseitigt werden.“
Neglyad erklärte, dass ein Teil der Marktteilnehmer gegen strenge Regulierung sei und befürchte, dass das Geschäft in „graue Zonen“ abwandere, doch Rosfinmonitoring halte diese Sorge für unbegründet. Er sagte, dass ein Vorgehen bei Krypto-Währungswechselstuben, das dem bei Banken ähnelt, ein „normaler und zivilisierter Weg“ sei: „Unternehmen halten entweder das Gesetz ein oder bewegen sich außerhalb des rechtlichen Rahmens.“
FATF-Risiko bei Bewertungen: bestätigter externer Druck
Laut bestätigtem Bericht:
Russische FATF-Mitgliedschaft: seit dem 24. Februar 2023 ausgesetzt
FATF-Anforderungen: verlangen von den Ländern die Regulierung des Krypto-Umlaufs; hatten Russland mehrfach dazu aufgefordert, auf die Geldwäsche-Blacklist gesetzt zu werden, was bis heute nicht umgesetzt wurde
FATF-Position: erklärt, dass alle Länder bei der Interaktion mit Russland vorsichtig sein sollten, „um das internationale Finanzsystem zu schützen“
Warnung von Neglyad: Wenn Russland FATF-Anforderungen nicht erfüllt und keine Kontrollmaßnahmen einführt, könnte FATF die Bewertung Russlands herabstufen
Gesetzesvorhaben zur Krypto-Marktregulierung: bestätigte Gesetzgebungsfortschritte
Laut bestätigtem Bericht:
Einreicher des Gesetzes: die russische Regierung
Aktueller Gesetzesstand: wurde bereits in der Staatsduma in erster Lesung verabschiedet und befindet sich nun in Vorbereitung auf die zweite Lesung
Position von Rosfinmonitoring: unterstützt das Gesetz und ist gegen eine Lockerung von Bestimmungen (anders als die Position einiger Banker und Gesetzgeber)
Häufige Fragen
Wie reguliert Russland aktuell Krypto-Währungswechselstuben?
Laut den Aussagen des stellvertretenden Leiters von Rosfinmonitoring gibt es im Bereich des Krypto-Umlaufs derzeit „vollständig keine Regulierung“, während die Bankenbranche einer strengen Regulierung unterliegt, was eine deutliche Regulierungslücke schafft. Rosfinmonitoring ist der Ansicht, dass diese Lücke eine Regulierungsarbitrage-Lücke darstellt und durch Gesetzgebung geschlossen werden muss.
Wie ist der aktuelle Status der FATF-Mitgliedschaft Russlands?
Die FATF-Mitgliedschaft Russlands wurde seit dem 24. Februar 2023 ausgesetzt. Die FATF hatte Russland mehrfach dazu aufgefordert, auf die Geldwäsche-Blacklist gesetzt zu werden, aber bis zum Zeitpunkt des Berichts wurde dies noch nicht umgesetzt. Die FATF erklärte, dass Länder bei der Interaktion mit Russland vorsichtig sein sollten, um das internationale Finanzsystem zu schützen.
Was ist der nächste Schritt beim russischen Gesetzesvorhaben zur Krypto-Marktregulierung?
Laut Bericht wurde das Gesetz bereits in der Staatsduma in erster Lesung verabschiedet und befindet sich nun in Vorbereitung auf die zweite Lesung. Rosfinmonitoring unterstützt das Gesetz und ist gegen eine Lockerung von Bestimmungen, doch der Bericht weist darauf hin, dass die Position einiger Banker und Gesetzgeber davon abweicht; das Ergebnis der zweiten Lesung bleibt abzuwarten.