Der Anti-Drogen-Chef Boliviens, Ernesto Justiniano, und der Direktor der bolivianischen Spezialeinheit für Anti-Narkotika (FELCN), Frans William Cabrera Quispe, trafen sich mit DEA-Beamten, um Kooperationsbemühungen zu organisieren. Der Schwerpunkt dieser Maßnahme wäre, die Krypto-Geldwäsche-Netzwerke von Sebastian Marset zu untersuchen.
- Kernaussagen:
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- Bolivianische Beamte trafen sich mit der US-DEA, um Sebastian Marset, der am 13. März festgenommen wurde, bei der Krypto-Geldwäsche zu untersuchen.
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- Chainalysis berichtet, dass die globale Krypto-Geldwäsche seit 2020 um das 8-Fache gestiegen ist und 2025 ein massives $82B erreicht hat.
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- Die DEA und die bolivianische Polizei werden Unternehmen untersuchen, die illegale Krypto erhalten haben, um Marsets Kriminalitätsnetzwerk nachzuvollziehen.
Bolivianische Beamte treffen sich mit der US-DEA, um drogenbezogene Krypto-Geldwäsche anzugehen
Weltweit stärken Regulierungsbehörden ihre Integration und Zusammenarbeit, um den Einsatz von Kryptowährungen für illegale Zwecke zu bekämpfen, wie etwa drogenbezogene Geldwäsche.
Am Dienstag reiste Boliviens Anti-Drogen-Chef, Ernesto Justiniano, und der Direktor der bolivianischen Spezialeinheit für Anti-Narkotika (FELCN), Frans William Cabrera Quispe, nach Washington und trafen sich mit der US-Drug Enforcement Administration (DEA), um die Zusammenarbeit beider Länder im Kampf gegen Drogenhandel und kriminelle Organisationen, die mit diesen Gruppen in Verbindung stehen, zu stärken.

Der Hauptfokus dieser Reise wäre, eine Untersuchung der kriminellen Netzwerke hinter Sebastian Marset zu koordinieren, der der moderne Pablo Escobar genannt wird. Er wurde am 13. März in Bolivien festgenommen, zusätzlich zu anderen kriminellen Drogengruppen, die in Latam operieren. Zu diesen gehören der First Capital Command (PCC) und das Red Command (Comando Vermelho), zwei brasilianische Gruppen, denen vorgeworfen wird, im Wert von Millionen unter Einsatz digitaler Währungen gewaschen zu haben.
Marset steht derzeit in US-Gewahrsam. Ihm wird vorgeworfen, im Wert von Millionen unter Einsatz von „Kurieren und Token, um heimlich große Mengen illegaler Währung zu übermitteln, typischerweise in Euro“ Geld gewaschen zu haben, wie aus einer versiegelten Anklageschrift hervorgeht.
Bei Gesprächen mit lokalen Medien erklärte Justiniano, dass sie „sich auch mit der Frage von Unternehmen befassten, die möglicherweise Chemikalien umgeleitet haben“ und „Geldwäsche – insbesondere Unternehmen, die Gelder über Kryptowährungen erhalten haben“, zusätzlich zu den Mitteln, die aus dem Verkauf dieser Rauschgifte stammen.
Mirko Sokol, Generalkommandeur der bolivianischen Polizei, betonte, dass Erkenntnisse darauf hindeuteten, dass Marset Transaktionen „primär in Kryptowährungen, statt in physischer Währung“ durchgeführt habe, und die Ermittlungen diesem Hinweis folgen.
Krypto-Geldwäsche nimmt zu: Ermittler schlagen Alarm wegen des steigenden Einsatzes von Krypto-Assets für diese illegalen Aktivitäten. Chainalysis, ein Blockchain-Intelligence-Unternehmen, erklärte, dass die Mengen der Krypto-Wäsche auf 82 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 gestiegen seien, wobei chinesische Gruppen an der Spitze stünden.
Die Mengen sind seit 2020 um das 8-Fache gewachsen, als Chainalysis lediglich 10 Milliarden US-Dollar registriert hatte.